Hamburg (dpa) l Beim hydraulischen Abgleich wird die alte Heizung neu eingestellt – und das kann im nächsten Winter einiges an Heizkosten einsparen. Das Institut für Wärme und Oeltechnik rät dazu, das im Sommer zu erledigen.

Bei dem Abgleich ermittelt ein Sanitärfachmann für jeden Wohnraum die benötigte Wärmeleistung. Darauf basierend stellt er die nötige Wassermenge der Heizungsanlage und die optimale Vorlauftemperatur ein. Er errechnet auch die Pumpenleistung sowie die nötigen Widerstände im Heizkreislauf.

Wassermenge im System muss stimmen

Dadurch wird zum Beispiel sichergestellt, dass von der Umwälzpumpe zu den Heizkörpern und zurück immer genau die benötigte Wassermenge fließt.

Denn wenn zu viel oder zu wenig Wasser fließt, werden nicht alle Räume im Haus gleichmäßig warm. Die Folge ist, dass kältere Heizkörper stärker aufgedreht werden. Und das verursacht unnötige Kosten.

Hinweise darauf, ob eine Heizung nicht ganz sauber läuft, können Hausbesitzer fühlen und hören: Räume werden nicht warm, oder manche Heizkörper im Haus bleiben kühler bei gleicher Thermostateinstellung als andere.

Oder sie erwärmen sich später. Gluckernde Geräusche sind auch ein Anzeichen für Probleme.

Förderung möglich

Ein hydraulischer Abgleich ist außerdem sinnvoll, wenn energetische Umbauten am Haus erfolgt sind. Denn durch eine Fassadendämmung oder den Einbau neuer Fenster kann sich der Wärmebedarf des Gebäudes verändern.

Für den Abgleich gibt es eine staatliche Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).