Woher kommt das Wichteln?

Ursprünglich kommt Wichteln aus dem skandinavischen Raum.Der Wichtel ist eine nordische Sagengestalt, die Gutes tut und ähnlich wie das deutsche Heinzelmännchen den Menschen hilft.In den skandinavischen Ländern war es üblich, an die Tür zu klopfen und die Geschenke entweder in den Raum zu werfen oder unbemerkt dort zurückzulassen.

Magdeburg l In der Weihnachtszeit ist Wichteln unter Freunden, aber auch Unbekannten ein beliebtes Spiel. Gedichte und Geschichte erfinden macht Wichteln zum besonders kreativen Schenken. Weil der Zufall den Wichtelpartner bestimmt oder unklar ist, wo das eigene Geschenk landet, ist Wichteln sehr unterhaltsam.

Zufallswichteln

Jeder Teilnehmer besorgt sein Wichtelgeschenk und bringt es zum Wichteln mit. Alle Wichtelgeschenke kommen in einen Sack und jeder Wichtelpartner bekommt zufällig ein Geschenk daraus. Davor können die Teilnehmer bestimmen, ob sie sich neue, nützliche Geschenke machen oder Schrottwichteln. Bei Letzterem können die Wichtelpartner gebrauchte Gegenstände verschenken. Eine gute Möglichkeit, die Wohnung zu entrümpeln. Diese Variante kann auch mit anderen kombiniert Varianten werden.

Flashwichteln

2019 gab es zum fünften Mal das Flashwichteln in Magdeburg. Auch in anderen Großstädten wie Berlin und Stuttgart ist es beliebt. Beim Flashwichteln verabreden sich Fremde übers Internet und beschenken sich gegenseitig. Einfach ein Geschenk auswählen, verpacken und mitbringen. Nach einem Signalton werden alle mitgebrachten Geschenke in einem markierten Bereich abgestellt. Daraufhin ertönt ein zweites Signal und alle Teilnehmer können sich ein anderes Geschenk aussuchen. Im Anschluss darf getauscht, gequatscht und der Weihnachtsmarkt entdeckt werden.

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Gedichtwichteln

Um das Geschenk zu erhalten, muss jeder Wichtelteilnehmer ein Gedicht vortragen, das den vorher geheim ausgelosten Wichtelpartner beschreibt. Aus dem Gedicht sollen die anderen Teilnehmer den Beschriebenen erraten. Bedingung ist, dass man im Vorfeld schon etwas über den Wichtelpartner weiß.

Würfelwichteln

Die Geschenke von den Teilnehmern werden beim Würfelwichteln in die Tischmitte gelegt. Der Reihe nach kriegt jeder Wichtelteilnehmer den Würfel und darf sich bei einer erwürfelten 6 ein Geschenk vom Tisch aussuchen. Der nächste Teilnehmer, der eine 6 würfelt, kann außerdem das Wichtelgeschenk von einem bereits Beschenkten klauen. Die Würfelregeln lassen sich durch weitere Zahlen erweitern: Beispielsweise darf bei einer 1 das Geschenk sofort geöffnet werden. Bei einer 2  tauschen die Spieler die Geschenke miteinander. Wenn eine 4 gewürfelt wird, wird das Geschenk an den Nachbarn rechts weitergereicht.

Aufgabenwichteln

Alle Teilnehmer ziehen einen Wichtelpaten, dem sie etwas schenken. Bevor der Wichtelpate sein Geschenk erhält, wird ihm von seinem Wichtelpartner eine Aufgabe gestellt. Schafft der Wichtelpate diese nach Ansicht des Aufgabenstellers, bekommt er sein Geschenk. Bevorzugt werden: Aufräumen, Wischen, Staubsaugen und Geschirrabspülen. Diese Variante wird gerne in Familien und unter Freunden gespielt.

Online-Tools erleichtern Wichteln

Kostenlose Online-Tools wie Wichtel-o-mat, Wichtelmania und Wichtelator eignen sich als Losungsart für größere Gruppen, die sich beispielsweise selten sehen. Außerdem werden dadurch Selbstziehungen verhindert. Die Wichtel-Links können per E-Mail oder Whatsapp, Facebook und Twitter verschickt werden.