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Tipps für den Weihnachtseinkauf am Computer Beim Internet-Einkauf auf "https" in der Adresse achten

10.12.2010, 04:25

Eine Shoppingtour im Internet vom heimischen Sofa aus ist bequem und günstig – kein Ladenschluss und keine Parkplatzsuche. Doch so bequem dieses virtuelle Einkaufszentrum auch ist: Im Internet lauern Gefahren und Fallen. Potenzielle Käufer sollten sich keinesfalls von einer schönen Internetseite, tollen Versprechungen und günstigen Preisen blenden lassen. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie man Gefahren entdecken und sicher umschiffen kann.

Preise vergleichen: Viele Produkte sind im Internet günstiger zu haben als im Ladengeschäft um die Ecke. Doch wenn man wirklich sparen will, muss man auch im Internet die Preise vergleichen.

Auf Zusatzkosten achten: Damit sich die Schnäppchen nicht als Mogelpackung erweisen, sollte auch auf die Zusatzkosten wie Versandkosten, Zustellgebühren oder Zahlungs- kosten geachtet werden.

Datenschutz: Wie werden die Kundendaten übertragen? Anbieter sollten auf ihren Webseiten eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen, was eine Einsicht durch Dritte erschwert. Verschlüsselte Datenverbindungen sind am "s" hinter dem "http" in der Adressen-Zeile des Browsers zu erkennen.

Anbietertransparenz: Wer wird Vertragspartner? Bevor man im Internet seine Bestellung mit einem Mausklick abschickt, sollte man sich vergewissern, dass der Firmenname, die ladungsfähige geographische Adresse und der Verantwortliche des Anbieters leicht aufrufbar sind.

Nur so weiß man, mit wem man es zu tun hat und an wen man sich wenden muss, wenn beispielsweise etwas Falsches oder gar nichts geliefert wird. Findet man auf der Homepage keine Adresse oder nur eine Postfachadresse, sollte man misstrauisch sein und besser von einer Bestellung Abstand nehmen.

Hilfreich sind auch Foren im Internet, in denen Verbraucher zu bestimmten Firmen ihre Erfahrungsberichte über die Vertragsabwicklung allgemein zugänglich darstellen.

Berichten Verbraucher bereits über Lieferengpässe, Probleme bei der Durchsetzung von Reklamationen oder bei der Rückabwicklung von Verträgen nach einem Widerruf, dann lässt man am besten gleich die Finger von dieser Firma.

Sichere Zahlungsweise wählen: Grundsätzlich hat der Kunde kein Recht auf Wahl einer bestimmten Zahlungsart, doch meist gibt es mehrere Alternativen. Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt der Ware per Rechnung oder die Erteilung einer Einzugsermächtigung. Hier geht man nicht das Risiko ein, keine, eine andere als die bestellte oder eine fehlerhafte Ware zu erhalten und trotzdem seinem Geld hinterherzulaufen. Vorsicht gilt bei Vorkasse.

Widerrufs- oder Rückgaberecht: Nach den Vorschriften für Fernabsatzverträge kann fast jeder im Internet geschlossene Vertrag innerhalb von 14 Tagen widerrufen oder die Ware zurückgesandt werden. Das gilt auch für Verträge über Waren, die auf Internetauktionen von einem Händler ersteigert wurden.

Der Beginn der Widerrufsfrist setzt zunächst voraus, dass der Käufer in Textform ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt wurde und der Unternehmer seine Informationspflichten spätestens bei Vertragsschluss vollständig erfüllt hat. Sie beginnt dann beim Kauf von Waren, wenn der Käufer die Ware erhalten hat. Bei bestellten Dienstleistungen hingegen bereits mit Vertragsschluss.

Wenn die Ware nicht gefällt? Gefällt ein Produkt nicht, so kann es ohne Angaben von Gründen innerhalb der Widerrufsfrist an den Händler auf Kosten und Gefahr des Unternehmers zurückgesandt werden. Beim Widerrufsrecht können unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für die Rücksendung dem Kunden vertraglich auferlegt werden.(rgm)