Düsseldorf (dpa/tmn) - Das Coronavirus hält die Welt in Atem, doch Reisende sollten darüber andere Infektionskrankheiten nicht aus dem Blick verlieren. Der Schutz gegen Malaria zum Beispiel ist in den vergangenen Monaten Experten zufolge noch wichtiger geworden, da die Infektionskrankheit in ihren Verbreitungsgebieten laut der Weltgesundheitsorganisation WHO deutlich zugenommen hat.

In Ostafrika sei mit der Anopheles stephensi außerdem eine neue Überträgermücke aus Südasien eingewandert, die Malaria auch in Städten übertragen könne und "uns wirklich Sorgen macht", sagt Prof. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin (CRM). "Das ist natürlich auch für Reisende relevant." Generell werde eine gute Vorsorge zum Malariaschutz in Risikogebieten unter anderem in Afrika wieder wichtiger.

Gegen eine Infektion mit Malaria gibt es keine Impfung. Konsequenter Mückenschutz ist entsprechend zentral. In Gebieten mit einem hohen Risiko kann eine Malariaprophylaxe mit Tabletten sinnvoll sein.

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