Magdeburg/Braunschweig (dpa7cm)| Ein Pilotenfehler hat vor rund eineinhalb Jahren zum Absturz eines Kleinflugzeuges auf dem Brocken geführt. Der 38-jährige Pilot sei bei sehr schlechter Sicht viel zu tief über den Brocken geflogen, schreibt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in ihrem Untersuchungsbericht.

Bei dem Absturz am 11. April 2014 waren der Pilot und sein 40-jähriger Passagier ums Leben gekommen. Das Flugzeug hatte einen Mast der Brocken-Wetterwarte gerammt, war abgestürzt und vollständig ausgebrannt. Die einmotorige Cessna war auf dem Weg von der Insel Rügen ins hessische Reichelsheim. Zur Unfallzeit betrug die Sicht auf dem Brocken wegen starken Nebels laut BFU nur rund 20 Meter.

Nach Angaben der BFU verfügte der Pilot über wenig Flugerfahrung. Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass sich der 38-Jährige nicht ausreichend auf den Flug und die zu erwartenden Wetterbedingungen vorbereitet hatte. Anscheinend sei dem Mann nicht einmal klar gewesen, dass seine Flugroute direkt über den Brocken führte, weshalb seine Flughöhe viel zu gering gewesen sei.