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Danke-Demo auf dem Uniplatz 3. Oktober und Halle singt mit - Großes Chor-Event unter dem Motto „Deutschland singt“

An der bundesweiten musikalischen Danke-Demo zum Tag der Deutschen Einheit beteiligen sich auf dem Uniplatz am 3. Oktober auch viele Sangesfreudige aus der Händelstadt.

Von Katja Pausch Aktualisiert: 30.09.2021, 19:00
Chorprobe des halleschen  Pop-Chores  unter Leitung von Gerhard Noetzel  in der Georgen-Kirche
Chorprobe des halleschen Pop-Chores unter Leitung von Gerhard Noetzel in der Georgen-Kirche (Foto: Silvio Kison)

Halle (Saale)/MZ - Wie dichtete im Jahre 1813 Ludwig Uhland? Singe, wem Gesang gegeben. Aber auch wenn jemand von sich glaubt, nicht den richtigen Ton zu treffen, ist er ein gern gesehener Gast bei einem Event, das am 3. Oktober in der Händelstadt über die Bühne gehen wird: Am Tag der Deutschen Einheit sind deutschlandweit alle Sangesfreudigen eingeladen zum gemeinsamen Singen.

„Jeder kann mitsingen“, macht Christopher Dehn, Bildungsreferent beim CVJM Sachsen-Anhalt, auch weniger Singebegabten Mut, am 3. Oktober in großer Gemeinschaft auf dem Universitätsplatz mit einzustimmen. Als Mitglied der Evangelischen Allianz in Deutschland gehört Dehn zu den Mitorganisatoren des Chor-Events, mit dem am Tag der Deutschen Einheit unter dem Motto „Deutschland singt“ bundesweit Sängerinnen und Sänger ein Zeichen der Dankbarkeit und der Einheit setzen und mit der Kraft des Singens in die Gesellschaft ausstrahlen wollen.

Hervorgegangen ist das diesjährige Sangesprojekt aus der Aktion „Gemeinsam singen“ im vergangenen Jahr, als trotz Pandemie am 3. Oktober auf den Marktplätzen in vielen Städten gemeinsam gesungen wurde - allerdings mit Abstand, Maske und limitierten Teilnehmerzahlen. Seitdem waren coronabedingt im ganzen Land monatelang Chorproben ausgesetzt, gab es ein Singeverbot in Kirchen und kaum Konzerte.

Über Generationen und Kulturen hinweg

Nun aber soll am Tag der Deutschen Einheit nicht nur gemeinsam an das historische Datum erinnert, sondern gemeinsam gesungen werden - über Generationen und Kulturen hinweg. „In über 200 Städten werden Chöre und Solisten zeitgleich singen“, so Dehn. Halle beteiligt sich damit an der bundesweiten musikalischen Danke-Demo zum Tag der Wiedervereinigung - und mehr noch: In Halle wird das Konzert im Livestream aufgenommen und in alle teilnehmenden Städte, Kommunen und Gemeinden übertragen.

Christopher Dehn (l.) und Martin Tuchscherer
Christopher Dehn (l.) und Martin Tuchscherer
(Foto: Katja Pausch)

Doch was wäre ein Konzert ohne Chöre? „Auf der Bühne am Uniplatz wird ein Auswahl-Chor aus Studierenden, bekannten Sängerinnen und Sängern wie Julia Preußler sowie die Allive-Band stehen“, so Bandchef Martin Tuchscherer, Dozent am Musikinstitut der halleschen Universität und ebenso an der Vorbereitung des Großereignisses beteiligt - neben den Bühnen Halle, der Universität und vielen anderen Akteuren. Angesagt haben sich außerdem Kirchen- und Gospelchöre, der Chor CantArt, der Landesjugendchor unter Kirchenmusikdirektor Professor Wolfgang Kupke sowie der Popchor der Evangelischen Studentengemeinde Halle unter Leitung von Gerhard Noetzel - sie alle werden vor der Bühne in den vielstimmigen Gesang einstimmen. „Und natürlich alle, die Lust zum Singen haben“, ergänzt Tuchscherer. Einige der Laiensänger nutzten übrigens die vom Popchor gebotene Möglichkeit, an einer öffentlichen Probe in der Georgenkirche teilzunehmen.

„Kein schöner Land“ und „Über sieben Bücken“

Für jeden, der mitsingt, gibt es übrigens ein knapp hundertseitiges Liederbuch mit Text sowie Chor- und Klaviernoten und eine Kerze als Erinnerung an die Friedliche Revolution. Und was wird gesungen? „Querbeet - vom Volkslied über Popklassiker bis zur Europa-Hymne“, so Tuchscherer. So erklingen unter anderem „Kein schöner Land“ und „Über sieben Bücken“, das Spiritual „Down by the Riverside“, mit „Hevenu shalom alechem“ ein Lied aus Israel - und „Thank You for the Music“.

Chorsingen am Sonntag, 3. Oktober, ab 18.30 Uhr auf dem Uniplatz, Beginn 19 Uhr, mehr Infos auf 3oktober.org