Magdeburg/Halle (dpa) l Viele Pendler arbeiten in Sachsen-Anhalt. Inzwischen sind es fast 70.000: Kamen im Juni 2017 rund 67.800 Menschen zur Arbeit nach Sachsen-Anhalt, waren es im Sommer 2018 mit knapp 69.400 Pendlern rund 1600 Menschen mehr. Auch auf längere Sicht sei die Zahl der sogenannten Einpendler gestiegen, seit 2008 um fast 27 Prozent, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit in Halle mitteilte. Aktuell kommen den Angaben zufolge mit rund 24.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten die meisten Arbeitnehmer aus Sachsen nach Sachsen-Anhalt zur Arbeit, aus Thüringen sind es rund 9600 und aus Niedersachsen rund 8600 Männer und Frauen.

"Der Anstieg der Einpendlerzahlen zeigt, dass die Attraktivität Sachsen-Anhalts als Arbeitsort zugenommen hat", sagte der Chef der Regionaldirektion, Kay Senius. Als ein Grund gilt die Schnellzugverbindung zwischen Halle, Leipzig und Erfurt. Arbeitsplätze andernorts sind damit schneller erreichbar geworden. Hinzu kommen Investitionen in neue Firmen und Arbeitsplätze sowie Veränderungen im jeweils regionalen Jobangebot.

Per Saldo fahren den Angaben zufolge aber mehr Menschen zur Arbeit in ein anderes Bundesland als nach Sachsen-Anhalt kommen, obwohl es binnen Jahresfrist weniger geworden sind. Pendelten im Juni 2018 rund 143.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus, waren es ein Jahr zuvor noch rund 143.870 und damit rund 170 Menschen mehr.

Die meisten der sogenannten Auspendler zieht es nach Niedersachsen (rund 41.700), die zweitgrößte Gruppe arbeitet in Sachsen (rund 35.200). Auf Platz drei: Thüringen mit rund 14.500 Pendlern aus Sachsen-Anhalt. Wie ein Sprecher der Regionaldirektion sagte, gehören der Wirtschaftsraum Halle-Leipzig mit Logistik- und Autoindustrie sowie Wolfsburg in Niedersachsen zu den klassischen Pendlerregionen an den Landesgrenzen.