Wahlen

Am Ende sind alle Verlierer

Zwei Bürgermeister wollen auf einer neuen Liste in den Kreistag Stendal einziehen. Am Ende wird es in der Altmark-CDU nur Verlierer geben.

Von Bernd-Volker Brahms 28.11.2018, 00:01

Stendal l Die CDU im Landkreis Stendal hat gehofft, dass bis zur Kommunalwahl 2019 der Rauch um die manipulierte Wahl von 2014 endlich verdampft ist. Auch wenn der ehemalige CDU-Stadtrat Holger Gebhardt mittlerweile seine Haftstrafe für die begangene Wahlfälschung absitzt, so dürften die Vorgänge von damals längst noch nicht erledigt sein.
Die CDU in Stendal hat nie den Anschein vermittelt, dass sie die Wahlfälschung intern wirklich aufarbeiten möchte. Der langjährige CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Kühnel hat weder im Strafprozess gegen Gebhardt noch im Untersuchungsausschuss des Landtags einen Pips gesagt.
Vor einem Jahr wollte der Osterburger Bürgermeister Nico Schulz einen Neuanfang hinlegen und mit einer Wahl zum Kreisvorsitzenden transparent aufklären. Er wurde nicht gewählt. Jetzt will er - mit CDU-Parteibuch - auf einer neuen Liste in den Kreistag einziehen. Das wird die Parteispitze nicht tolerieren. Am Ende sind alle Verlierer.