Angriff auf A14-Gegner: Polizei gründet Ermittlungsgruppe

Von dpa

Seehausen/Stendal - Nach dem Angriff auf Gegner des Weiterbaus der A14 hat die Polizeiinspektion Stendal am Dienstag eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Moni“ eingerichtet. Von ihr sollen alle Straftaten, die sich unter anderem gegen die Protestgruppe „Keine A14“ richten, bearbeitet werden, teilten die Beamten mit.

Zuletzt schoss ein Unbekannter, der eine Kutte und eine Haube getragen haben soll, die an den Ku-Klux-Klan erinnert, am Bahnhof in Seehausen (Landkreis Stendal) mit einer Softair-Waffe auf Teilnehmer einer Protestveranstaltung. Dabei waren ein Zwölfjähriger und der 20-jährige Sprecher der Grünen Jugend Altmark leicht verletzt worden. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bezeichnete den Vorfall als „Angriff auf unseren Rechtsstaat“.

Auch darüber hinaus sei es zurückliegend bereits zu verschiedenen Straftaten gekommen - darunter Brandstiftung, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Deshalb seinen mittlerweile die Schutzmaßnahmen am Seehäuser Bahnhof verstärkt worden.