Krankenversicherung

AOK: Sachsen-Anhalter seltener, aber länger krankgeschrieben

Von dpa 07.10.2021, 14:13 • Aktualisiert: 08.10.2021, 23:07
Krankmeldungen liegen auf einem Schreibtisch.
Krankmeldungen liegen auf einem Schreibtisch. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Magdeburg - Die Sachsen-Anhalter sind im ersten Halbjahr dieses Jahres laut einer AOK-Statistik seltener, aber dafür länger krank gewesen. Der Krankenstand habe bei 6,0 Prozent gelegen, nach 6,4 Prozent im Vorjahreszeitraum, teilte die AOK Sachsen-Anhalt am Donnerstag in Magdeburg mit. Durchschnittlich seien die bei ihr versicherten Beschäftigten 15,8 Tage arbeitsunfähig gewesen; im ersten Halbjahr 2020 habe der Wert noch bei 15,2 Tagen gelegen. Die AOK Sachsen-Anhalt ist nach eigenen Angaben mit mehr als 800 000 Versicherten und einem Marktanteil von über 39 Prozent die größte Krankenkasse im Land.

Bei den Gründen für die Krankschreibungen hat es den Angaben zufolge Verschiebungen gegeben: Besonders deutlich sei der Trend bei den Atemwegserkrankungen gewesen, deren Anteil nun bei 12 Prozent gelegen habe - nach 17,9 Prozent. „Die Hygieneregeln, weniger Kontakte und die Arbeit im Homeoffice haben offensichtlich dafür gesorgt, dass die Atemwegserkrankungen signifikant zurückgingen“, erklärte der Leiter des Gesundheitsmanagements bei der AOK Sachsen-Anhalt, René Bethke. Auf der anderen Seite habe es mehr Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen gegeben.

Auch die DAK hatte bereits auf der Basis ihrer Daten berichtet, dass der Krankenstand im ersten Halbjahr um rund zehn Prozent gesunken sei. Auch dort war von einem starken Rückgang von Atemwegserkrankungen die Rede.