Magdeburg (jl) l Der Krankenstand in Sachsen-Anhalt ist weiterhin der höchste aller Bundesländer. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit hervor. Der Arbeitsausfall stieg 2018 um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Sachsen-Anhalt ist vor Brandenburg und Thüringen das Bundesland mit dem höchsten Krankenstand (Bundesdurchschnitt: 4,2 Prozent). Vor allem die starke Erkältungswelle zu Beginn 2018 machte den Menschen in Sachsen-Anhalt zu schaffen.

Die Anzahl der Fehltage aufgrund von schweren Atemwegserkrankungen wie grippale Infekte oder Bronchitis stieg um mehr als neun Prozent und war damit landesweit die zweithäufigste Ausfallursache. Bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte der DAK-Gesundheit verursachten sie rund 334 Fehltage, knapp 30 Tage mehr als 2017. "Die Auslöser von Erkältungen haben eine gewisse Mutationsfreudigkeit und können so das Immunsystem immer wieder neu herausfordern", kommentiert Steffen Meyrich, Leiter der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Sachsen-Anhalt die Entwicklung. "Daher erkranken in manchen Jahren mehr Beschäftigte." 2018 ging gut jeder sechste Fehltag auf Schnupfen und Co zurück.

Die meisten Fehltage entfielen aber nach wie vor auf Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen. Sie hatten einen Anteil am gesamten Krankenstand in Sachsen-Anhalt von fast 22 Prozent. Auf Rang drei der häufigsten Ausfallursachen landen die psychischen Erkrankungen, wie Depressionen und Angststörungen. Bei ihnen gab es einen Rückgang um drei Prozent.

Für die Analyse wurden die Daten von rund 57.000 erwerbstätigen Mitgliedern der DAK-Gesundheit in Sachsen-Anhalt durch das IGES Institut ausgewertet.