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"Armbrust-Experiment" im Freilichtmuseum Kaiserpfalz Tilleda

02.06.2018, 09:24

Tilleda (dpa/sa) - Das Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda (Landkreis Mansfeld-Südharz) macht an diesem Wochenende mit einem "Armbrustexperiment" das Mittelalter anschaulich. "Erfahrene Bogenbauer sowie Holz- und Metallhandwerker werden eine Armbrust nachbauen, wie sie vor 1000 Jahren in Gebrauch war", sagte Archäologe Michael Dapper. "Grundlage ist ein Fund aus der Zeit um 1020 aus Frankreich." Zudem können sich die Besucher über andere historische Armbrüste informieren und auch selbst einen Schuss wagen.

Die Aktion findet im Rahmen des Jubiläums "25 Jahre Straße der Romanik" statt. Zwischen Januar und Mai kamen 2400 Besucher nach Tilleda, im gesamten Jahr 2017 waren es rund 20 000 Menschen.

Tilleda wurde als einzige deutsche Königspfalz fast komplett ausgegraben und dokumentiert. Kaiser Otto der II. (955-983) schenkte seiner Frau, der byzantinischen Prinzessin Theophanu, das sechs Hektar große Gelände 972 als Mitgift. Ausgrabungen gab es von 1935 bis 1938 und zwischen 1958 und 1979. Seit der Jahrtausendwende wurde das Gelände umfassend saniert. Es gibt rekonstruierte Wehranlagen, Werkstätten und Wohnhäuser. Die Königshalle als Repräsentationsbau ist in den Grundrissen angedeutet.

Königspfalz Tilleda