Magdeburg l Eine Stellungnahme von Sachsen-Anhalts Innenminister und Landeschef Holger Stahlknecht (CDU) im sozialen Netzwerk Twitter hat zu erbosten Reaktionen geführt.

Stahlknecht hatte erklärt: „Unser Fokus liegt darauf, das tägliche Ansteigen der Covid 19-Zahlen zu verlangsamen und unsere Bevölkerung zu schützen. Die Forderung der SPD, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, ist derzeit absolut unangemessen. Sie ist weder politisch noch gesundheitlich tragbar." Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert twitterte: „Halleluja, ist das erbärmlich. Bah!" SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil twitterte: „Ich halte Hetze und das Ausspielen von Menschen gegeneinander für unangemessen. Mit christlichen Werten hat ein solcher Tweet echt nix mehr zu tun."

Die sachsen-anhaltische Landtagsabgeordnete Henriette Quade (Linke)  sagte der Volksstimme: „Während sich mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete und auch CDU-Landrat Götz Ulrich klar für humanitäre Hilfe aussprechen, scheint Stahlknecht sich eher an der AfD zu orientieren. Die Positionierung von Minister Stahlknecht sagt viel über seinen Wertekompass und ist nichts anderes als die migrationspolitische Relativierung von Menschenwürde und Gesundheitsschutz."