Berlin/Magdeburg l Das erfuhr die Deutsche-Presse-Agentur am Donnerstag aus dem Bundestag. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die Junge Alternative als Verdachtsfall im Bereich Rechtsextremismus ein.

Der Oberleutnant Maximilian T. arbeitet zudem im Bundestag für den AfD-Verteidigungspolitiker Jan Nolte und ist in dessen Büro angestellt. Der Fall war bereits im vorigen Thema, als öffentlich die Erteilung eines Hausausweises für den Bundestag kritisiert worden war.

Maximilian T. war ins Blickfeld der Ermittlungen gegen den Offizier Franco A. gekommen. Dieser soll nach Ansicht des Generallbundesanwalts aus einer rechtsextremen Gesinnung heraus einen Terroranschlag geplant haben. Gegen T. hatte der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes im Mai 2017 zeitweise Untersuchungshaft angeordnet. Er war der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verdächtigt worden. Der Haftbefehl wurde im Juli 2017 aufgehoben. Das Verfahren gegen ihn wurde später eingestellt.

Der Landesvorsitzende der Jungen Alternative Sachsen-Anhalt, Jan Wenzel Schmidt, verteidigte Maximilian T.: „Es ist für uns ein weiterer Tiefpunkt unserer Demokratie, wenn der militärische Geheimdienst sich wie der Verfassungsschutz zum Kampf gegen politische Mitbewerber instrumentalisieren lässt", sagte er Donnerstagabend. „Umso schockierender ist es für mich, wenn bereitwillig dabei auch der Ruf junger Menschen öffentlichkeitswirksam beschädigt wird. Maximilian T. hat sich nie extremistisch geäußert oder verhalten. Er ist für uns lediglich ein extrem guter Schatzmeister und wir halten trotz Hetzkampagne an ihm fest."