Magdeburg l Der AfD-Landtagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt hat sein Mandat im Beirat der Lotto-Toto GmbH niedergelegt. „Aus Gründen der Transparenz und der politischen Hygiene“, wie er am Donnerstag erklärte. Der Beirat empfiehlt dem Lotto-Aufsichtsrat, welche Projekte mit wie viel Geld gefördert werden.

Am Freitag nimmt ein von der AfD initiierter Untersuchungsausschuss zum Finanzgebaren von Lotto-Toto die Arbeit auf. Schmidt ist Mitglied in diesem Ausschuss. Lotto-Aufsichtsratschef Thomas Webel (CDU) hatte zuletzt mit Verweis auf Schmidts frühere Lotto-Verbindungen gefordert, dass der AfD-Mann nicht im U-Ausschuss mitarbeiten dürfe. Schmidt hat seit 2016 mehrere Lotto-Verkaufsstellen geführt und sich zweimal erfolglos auf Bezirksleiterstellen beworben. Der AfD-Politiker beteuert, eine Bewerbung habe nur als Beweis dafür dienen sollen, dass die Lotto-Geschäftsführung bei Einstellungen nicht nach Qualifikation oder Befähigung entscheide. Vielmehr könnten persönliche Kontakte von Geschäftsführerin Maren Sieb eine „gewichtige Rolle gespielt haben“. Den Job bekam eine gute Bekannte von Lottochefin Sieb.

Sieb ließ am Donnerstag mitteilen, es gebe „von der AfD-Fraktion konstruierte, substanzlose Vorwürfe, die offensichtlich vor allem politischen und persönlichen Motiven folgen“.