Wenn auf der einen Seite Firmen nach Lehrlingen suchen, als ob sie Goldstaub wären, andererseits jedoch drei von zehn Azubis mit ihrer Berufsausbildung nicht zufrieden sind, ist was faul im Staate Deutschland.

Natürlich gibt es auch chronische Meckerer. Doch lässt man diese im DGB-Ausbildungsreport durchs Raster fallen, bleiben immer noch sehr viele Berufseinsteiger, die zum Beispiel ausbildungsfremd eingesetzt, bei denen Ruhezeiten nicht eingehalten werden oder die als Billigarbeitskräfte Personallücken im Ausbildungsbetrieb ausfüllen müssen. Und es sind gerade jene Branchen, die über akute Nachwuchssorgen klagen, die für ihre schlechten Ausbildungsbedingungen bekannt sind.

Es ist Zeit, dass der Gesetzgeber einschreitet und das Berufsbildungsgesetz im Sinne der Azubis reformiert. Bund und Länder sollten zudem einen Pakt für Berufsschulen schließen, in dem sie sich verpflichten, die Schulen technisch aufzurüsten und für qualifizierte Lehrer zu sorgen.

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