Magdeburg l Auch in diesem Jahr müssen sich die Pendler in Sachsen-Anhalt wieder auf so einige Baumaßnahmen auf den Autobahnen einstellen. Rund 70 Millionen Euro investiert die Bundesregierung dafür. Schwerpunkt wird dabei in diesem Jahr wieder die Autobahn 2 sein. Gleich zwei Großbaustellen sind im Bereich Magdeburg geplant. „Gerade in der jetzigen Zeit sehen wir, wie wichtig gut funktionierende Transportketten für den Güterverkehr sind. Eine wichtige Grundvoraussetzung dafür ist unser leistungsfähiges Autobahnnetz, in dessen Unterhaltung weiterhin regelmäßig investiert werden muss", erklärte Landesverkehrsminister Thomas Webel.

 

A2: Fahrbahnsanierung

Auf der Autobahn 2 wird ab April die Fahrbahn bei Magdeburg erneuert. Hier werden rund 17 Millionen Euro investiert. Während der Baumaßnahmen, diese sollen voraussichtlich bis Dezember 2020 andauern, stehen in beide Fahrtrichtungen jeweils nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Diese werden auf die Richtungsfahrbahn Berlin verlegt. Zudem werden für beide Fahrbahnseiten Nothaltebuchten errichtet. Diese werden im Abstand von jeweils einem Kilometer abseits des fließenden Verkehrs eingerichtet. Die Anschlussstelle Magdeburg Zentrum (Richtung Hannover) ist durch eine provisorische Zu- und Auffahrt nutzbar. Die Anschlussstelle Magdeburg-Kannenstieg (Richtung Hannover) bleibt vollgesperrt.

Um die Unfallgefahr zu minimieren, kommen automatische Stauwarnanlagen zum Einsatz um die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf eventuelle Staus hinzuweisen. Diese werden sowohl im Bereich der Autobahn 2 sowie der Autobahn 14 im Bereich des Autobahnkreuzes aufgestellt.

A2: Brückensanierung

Das zweite Großprojekt im Bereich Magdeburg ist die Sanierung der Elbebrücke Hohenwarthe in Fahrtrichtung Hannover. Hier sind verschiedenste Maßnahmen notwenig um die Brücke langfristig zu erhalten. Rund 3,5 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Hier beziehen sich die Einschränkungen primär auf die statische Entlastung der Brücke. Die erste und zweite Lastspur sollen erhalten bleiben. Die Baumaßnahmen beginnen im Juni und sollen bis Juni 2021 abgeschlossen sein.

Weitere Baumaßnahmen betreffen die A9, A36 und A38. Außerdem werden entlang der A2, A9 und A14 weitere Anschlussstellen saniert. Dieses Anschlussstellenprogramm kostet rund drei Millionen Euro.

Laut Verkehrsministerium sei besonders an Freitagen sowie am Wochenbeginn mit besonders vielen Behinderungen an den Baustellen zu rechnen. Auf sämtliche Baustellenbereiche werde frühzeitig hingewiesen um das Unfallrisiko zu minimieren. Dabei kommen unter anderem mobile elektronische Warntafeln zum Einsatz. „Sämtliche Vorsichtsmaßnahmen nützen jedoch nichts, wenn Hinweisschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen missachtet werden", appellierte Minister Webel abschließend an die Autofahrer und bat zugleich um Verständnis für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen.

Eine Übersicht aller geplanten Baußmaßnahmen auf den Autobahnen in Sachsen-Anhalt finden Sie hier.