Magdeburg l Im Rahmen des internationalen Projektes „Limes“ zur Bekämpfung der organisierten grenzüberschreitenden Kriminalität und Kfz-Verschiebung nach Osteuropa hat sich auch das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt mit sieben Operationen beteiligt.

In Berlin sind am Montag einige der insgesamt 94 Ermittlungskomplexe gegen 88 Banden aus vier Bundesländern und sowie sechs Staaten vorgestellt worden. Sachsen-Anhalt war unter anderem mit der Operation „Hokkaido“ beteiligt. Dem LKA gelang es in Zusammenarbeit mit der Polizei in Magdeburg und Halle eine Diebstahlsserie von Autos der Marke „Mazda“ aufzuklären.

Seit Juli 2018 wurden 81 Fahrzeuge entwendet. In neun Fällen blieb es beim Versuch. Der Schaden belief sich auf 1,8 Millionen Euro. Während der Ermittlungen konnten die Kriminalisten die Strukturen der Bande aufklären und Erkenntnisse mit den Behörden in Polen teilen. 18 Verdächtige gingen den deutschen und polnischen Behörden ins Netz. Es handelte sich dabei meist um Kuriere, die gestohlene Wagen nach Polen fuhren.

Erst Ende Juli nahm die Polizei in Warschau vier Verdächtige fest, die als Drahtzieher einer der Banden in Betracht kommen. Allein dieser Bande konnten sieben Fälle aus Sachsen-Anhalt nachgewiesen werden. Guido Sünnemann, Leiter der Abteilung für organisierte Kriminalität im LKA Sachsen-Anhalt: „Seit der Festnahme gingen die Diebstähle drastisch zurück, in den letzten Wochen sogar gegen null.“

Bei dem nach knapp drei Jahren von der EU finanzierten ausgelaufenen Projekt „Limes“ wurden 2255 Ermittlungsverfahren eingeleitet und 350 Verdächtige festgenommen.