Bahnstreik in Sachsen-Anhalt: Regionalverkehr beeinträchtigt

Von dpa
Eine S-Bahn der Deutschen Bahn (DB) fährt an einem Bahnübergang mit einer roten Ampel vorbei.
Eine S-Bahn der Deutschen Bahn (DB) fährt an einem Bahnübergang mit einer roten Ampel vorbei. Julian Stratenschulte/dpa

Leipzig - Wegen des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) müssen sich die Menschen in Sachsen-Anhalt auf zahlreiche Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen. „Wir können heute für nichts garantieren“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Mittwochmorgen. Bundesweit wurden demnach drei Viertel aller Fernzüge gestrichen, im Regional- und S-Bahnverkehr sei besonders im Osten Deutschlands mit Einschränkungen zu rechnen.

Zu Beeinträchtigungen soll es unter anderem auf den Strecken der Regionalzüge RE 20 und RE 30 zwischen Magdeburg und Uelzen beziehungsweise Magedeburg und Halle, des RE 18 zwischen Halle und Jena, des RB 76 zwischen Weißenfels und Zeitz und des RB 78 zwischen Merseburg und Querfurt kommen. Außerdem betroffen sind die S-Bahnlinien S1 in und um Magdeburg sowie S8 zwischen Halle und Zahna/Jüterborg.

Je nach Streiklage kann es laut dem Bahnsprecher auch zu weiteren Beeinträchtigungen kommen - Fahrgäste sollten ihre Reisen darum nach Möglichkeit verschieben oder sich immer aktuell über den Fahrplan informieren.

Die GDL-Mitglieder streiken offiziell für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.