Magdeburg l Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat Sachsen-Anhalts Einwohnern dringend empfohlen, auf Reisen ins Ausland zu verzichten. „Generell appelliere ich an alle, jetzt nicht ins Ausland zu fahren, besonders nicht in Risikogebiete, wenn es nicht unbedingt nötig ist“, sagte Haseloff der Volksstimme.

Wegen deutlich gestiegener Infektionszahlen hat die Bundesregierung Regionen in elf EU-Ländern zu Risikogebieten erklärt. Neu hinzu kamen Kopenhagen, Lissabon und Dublin. In Sachsen-Anhalt verläuft das Infektionsgeschehen weiterhin sehr mild. Gestern kamen 25 neu Infizierte hinzu. Die meisten stecken sich dabei auf Reisen an. Damit die Lage entspannt bleibt, riet Haseloff dazu, Urlaubsreisen oder Ausflüge im Land zu unternehmen. „Wir werden keine Reisesperren erlassen“, sagte er. Aber: „Wer hier in Sachsen-Anhalt bleibt, wird sich wahrscheinlich nicht anstecken. So ist die Faktenlage.“ Auch in einigen deutschen Regionen stiegen die Zahlen stark an. Der Bewerber um den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, schloss einen zweiten Lockdown nicht aus. Haseloff hingegen lehnt erneute flächendeckende Schließungen ab. „Die Schäden wären größer als der Nutzen.“

Welchen Rat würde wohl der Ministerpräsident Verschwörungstheoretikern geben?  Mehr dazu im Videointerview von Videojournalistin Samantha Günther.

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