Corona-Lockerungen: Belebung im Handwerk, Sorge um Material

Von dpa
Eine FFP2-Maske liegt auf einem Leuchttisch.
Eine FFP2-Maske liegt auf einem Leuchttisch. Frank Rumpenhorst/dpa/Illustration

Halle - Die Stimmung im Handwerk im Süden Sachsen-Anhalts hat sich merklich verbessert. Ursache dafür seien die Lockerungen der Corona-Maßnahmen zusammen mit der alljährlichen Frühjahrsbelebung, teilte die Handwerkskammer Halle am Dienstag mit. Die Umsätze stiegen von April bis Juni um 17 Prozent und somit stärker als es die Betriebe erwartet hatten, wie aus dem Konjunkturbericht für das zweite Quartal 2021 hervorgeht.

In den kommenden Monaten erwarten 47 Prozent der befragten Firmen zwar mehr Umsatz. Vor allem stark gestiegene Preise für Material und Vorprodukte sowie Lieferengpässe dämpften den Optimismus jedoch. „Davon sind im Prinzip alle Betriebe betroffen“, sagte Britta Grahneis, Vorstandsmitglied der Kammer und Geschäftsführerin einer Tischlerei. Vor allem die Baubranche und das Kraftfahrzeughandwerk meldeten Schwierigkeiten, Material rechtzeitig zu bekommen, um Termine halten und künftige Arbeiten planen zu können. Besonders bei Holz oder elektronischen Teilen gebe es Lieferengpässe, sagte sie.

Unter den Folgen der Corona-Krise leiden den Angaben zufolge noch immer vor allem Dienstleister wie Friseure und Kosmetikbetriebe. Diese mussten im Lockdown mehrere Wochen schließen. Die Zahl der Beschäftigten in den Handwerksbetrieben sei nach einem starken Rückgang in den ersten drei Monaten dieses Jahres von April bis Juni mit 63 500 Mitarbeitern konstant geblieben. Nach Angaben der Kammer zählt das Handwerk im Landessüden knapp 13 400 Betriebe.