Wanzleben l Die Volksstimme fragt Betroffene, wie sich die Corona-Krise auf ihre Arbeit auswirkt. Heute: Inhaberin Margit Muschter vom Bücher-Shop in Wanzleben.

Volksstimme: Wie geht es Ihnen?
Margit Muschter:
Ich muss sagen, dass wir im Buchladen aktuell keine Sommerflaute haben, sondern Hochzeit. Wir versorgen die Schüler und Lehrer mit Materialien für das neue Schuljahr. Das ist immer eine sehr stressintensive Zeit. Insgesamt haben wir aber die Corona-Zeit gut überstanden.

Wie groß ist Ihr Unternehmen?
Ich beschäftige eine Mitarbeiterin.

Wie hat sich die Pandemie auf Ihr Geschäft ausgewirkt?
Es sind weniger Kunden gekommen, so dass ein Drittel des Umsatzes verloren ging. Auch die Maskenpflicht erschwert die Situation, weil ein Buchladen zum Verweilen da ist. Die Kunden sind genervt vom Masketragen.

Was macht die aktuelle Situation mit Ihnen persönlich?
Es nützt nichts, viel zu jammern. Ich mache das Beste draus. Wir sollten die Situation nicht zu sehr dramatisieren.

Können Sie der Pandemie auch etwas positives abgewinnen? Wenn ja, was?
Ich muss ehrlich sagen, dass unsere Kunden sich uns gegenüber sehr wertschätzend verhalten. Viele Unternehmen stehen vor dem Aus. Aber unsere Kunden unterstützen uns.

Welches Literatur-Genre war während des Lock-Downs besonders gefragt?
Seltsamerweise die Krimis (lacht). Die Buchreihe „Madame le Commissaire“ von Pierre Martin ist auf unserer Hitliste ganz oben. Die Handlung spielt unter anderem an der Côte dʼAzur und bringt dem Leser ein Urlaubsfeeling nach Hause.

Kennen Sie jemanden, der an Corona erkrankt ist oder war?
Nein, ich kenne niemanden.