Magdeburg (epd). Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) appelliert, die Arztpraxen nur in dringend notwendigen Fällen zu besuchen. Check-ups, Vorsorgeuntersuchungen, U-Untersuchungen und planbare Operationen sollten soweit möglich verschoben werden, erklärte ein Sprecher am Montag in Magdeburg. Patienten mit chronischen Erkrankungen und insbesondere ältere Patienten sollten sich nur in der Arztpraxis vorstellen, wenn gesundheitliche Probleme dieses erforderlich machen. Wiederholungsrezepte, Überweisungen oder andere Bescheinigungen könnten nach telefonischer Konsultation per Post übermittelt werden.
Die schnelle Ausbreitung der Corona-Pandemie könne nur gestoppt werden, wenn soziale Kontakte auf das Notwendigste reduziert werden und damit die Häufigkeit von Ansteckungen gemindert werde, sagte der Sprecher.

Nur dadurch werde es möglich sein, eine ausreichende Versorgung der schwerer erkrankten Patienten ambulant und stationär sicherzustellen.
Zudem verwies die KVSA auf die Fieberambulanzen oder Abstrichzentren für Patienten mit Corona-Verdacht. Ein direkter Kontakt von Corona-Verdachtsfällen zur normalen Sprechstunde sollte vermieden werden, heißt es. Die KVSA mit derzeit mehr als 3.900 Mitgliedern vertritt deren Interessen gegenüber Krankenkassen und Politik.
Nach Angaben des Sozialministeriums in Magdeburg vom Montag ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt inzwischen auf 291 Menschen gestiegen (Stand 10.58 Uhr).