Magdeburg l Magdeburgs größter Industriearbeitgeber, der Maschinenbauer FAM, hat durch frühzeitige Umplanungen und Krisen-Management bisher geringfügig Verluste wegen der Corona-Krise erlitten. Einige Aufträge könnten derzeit wegen der Corona-Auflagen in anderen Ländern auf den Baustellen nicht plangemäß umgesetzt werden. In der Produktion in Magdeburg versuche man flexibel zu reagieren und Aufträge vorzuziehen, sagte Geschäftsführerin Britta Hübner. Aktuell sei ein nur sehr geringer Teil der weltweit 1500 Mitarbeiter in Kurzarbeit, zum Beispiel Personal der FAM-Tochtergesellschaften in der Lausitz, in Magdeburg ist der Bereich Pulverbeschichtung betroffen. „Wir haben bereits im Februar mit ersten Maßnahmen begonnen, als sich das Ausmaß der Corona-Krise abzeichnete."

Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter ließen sich in der Fertigung gut umsetzen, man achte auf die Einhaltung aller behördlichen Auflagen. Aktuell bewerte ein Krisenstab täglich die Lage neu und treffe schnell Entscheidungen. „Wie die Situation für FAM in einigen Monaten sein wird, kann ich heute natürlich nicht verlässlich sagen." Konkrete Zahlen könne man derzeit nicht nennen.

Die FAM Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH steckt seit Monaten in einer Sanierungsphase und will nach millionenschweren Verlusten zurück in die Erfolgsspur. Für dieses Jahr wolle man wieder in die Gewinnzone. Zur FAM-Gruppe mit dem Stammsitz in Magdeburg gehören weltweit zwölf Beteiligungsfirmen. Das Unternehmen konstruiert und fertigt Anlagen für die Gewinnung und Förderung von Mineralien und Rohstoffen.