Halle l Maximal zwei Monate könne die deutsche Wirtschaft die aktuellen Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise aushalten. Das sagte Reint E. Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, im Interview mit der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Sollte der derzeitige Lockdown länger dauern, drohe trotz Rettungspaketen von Land wie Bund eine langandauernde Rezession. "Unternehmen würden massenweise kaputtgehen. Sie wieder aufzubauen, würde viel Zeit kosten", so Gropp.

Um die aktuellen Beschränkungen lockern zu können, schlägt der Ökonom massenhafte Virus-Schnelltests vor. "Jeder ist einmal pro Woche dran, und wer gesund ist, darf und sollte auch arbeiten", sagte Gropp. Nur infizierte Personen müssten zu Hause bleiben. Zudem würden die aktuellen Beschränkungen weiterhin für Risikogruppen wie Menschen mit Vorerkrankungen sowie Über-65-Jährige gelten.