Schokolade in der DDR Von Halloren bis Katzenzungen: Diese DDR-Süßigkeiten kennt jeder Ossi
Kinder lieben Schokolade. Das war auch in der DDR nicht anders. Von Knusperflocken über Halloren-Kugeln bis zu Bambina und der Schlager-Süßtafel: Diese Süßigkeiten haben die Kinder geliebt.

Magdeburg/Halle (Saale). – Von wegen, in der DDR gab es nicht viel zu kaufen. Auch wenn sich über Geschmack streiten lässt: An Süßigkeiten und Schokolade mangelte es jedenfalls nicht.
Einige Produkte haben sogar die Wende überlebt und erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit.
Diese Süßigkeiten gab es in der DDR (Auswahl)
- Katzenzungen
- Russisch Brot
- Bergland – Schokolade (Hohlfiguren) aus dem VEB Bergland Niederoderwitz
- Berggold – Schokolade und Süßwaren aus dem VEB Thüringer Schokoladenwerke Pößneck
- Bon – Schokoladenriegel mit Kokosfüllung aus dem VEB Delitzscher Kakao- und Schokoladenwerk
- Die fruchtigen 12
- Schokoriegel Fetzer
- Henri, vormals Henze – verschiedene Hartkaramellbonbons wie Milchecken, Milch-Drops, Honig-Bonbons, Diamant Dessert-Bonbons, gefüllte Milch-Bonbons, Knickebein (VEB Bonbonspezialfabrik Henri Eilenburg)
- Schokoriegel Joker
- Schokoriegel Jupiter
- Schokoriegel Mobil
- Nugana
- Nußsplitter
- Othello-Kekse der Firma Wikana in Wittenberg
- Quarta – Schokolade in quadratischer Form, ähnlich wie Ritter Sport
- Rotstern – Schokolade, Süßwaren aus dem VEB Rotstern Schokoladenwerk in Saalfeld
- Schokolade Saturn
- Sonni-Schleck – Konfekt (aus Sonneberg)
- Schokoriegel Tramp
- Schokolade Venus
- Vitalade – Ersatz-Schokolade
- OK Big Babaloo – Kaugummi
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Bambina und Knusperflocken von Zetti
Bambina und Knusperflocken sind zwei Süßigkeiten aus der DDR, die es auch heute noch gibt. Beide stammen aus dem Hause Zetti. Hergestellt wird die Schokolade in Zeitz.
Den Geschmack von Bambina muss man mögen. In der DDR war die Tafel aus Butterkaramell, Haselnüssen und Milchschokolade jedoch der Renner bei Kindern.
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Auch die Knusperflocken haben noch heute ihre Fans. Dafür vermengte man in der DDR Knäckebrot mit Schokolade. Klingt recht einfach. Das könnte man doch leicht daheim nachmachen?
Das hatte sich auch ZDF-"Besseresser" Sebastian Lege gedacht und sich an Ost-Schoki versucht – mit mäßigem Erfolg.
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Creck
Nein, wir haben uns nicht verschrieben. Im Gegensatz zu Crack ist Creck ein DDR-Schokoladenersatzprodukt des Berliner Herstellers VEB Elfe.
Die 100-Gramm-Tafel punktete vermutlich nicht durch ihren Geschmack, sondern eher durch die Sammelbilder. Jede Tafel enthielt eins. Dafür gab es sogar Sammelalben.
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Brockensplitter von Argenta
Die Argenta Brocken-Splitter waren eine beliebte Süßigkeit in der DDR, die sich durch eine dreieckige Form auszeichnete. Unter dem Schokoladenüberzug befand sich köstlicher Haselnusskrokant.

Früher stellte der VEB Argenta Wernigerode die Brocken-Splitter her. Heute produziert Argenta in Weißenfels – und das Schokoladenprodukt gibt es noch immer.
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Halloren-Kugeln aus Halle
Die Halloren Schokoladenfabrik in Halle kann auf eine 200-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Die Original Halloren-Kugeln wurden nach Angaben des Unternehmens 1952 erfunden.
Sie entwickelten sich schnell zur vielleicht beliebtesten Süßigkeit in der DDR. Seit dieser Zeit sei die Rezeptur der Kugeln bis heute nicht verändert worden, so das Unternehmen.
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Ein Punkt, den auch Lebensmitteltester Sebastian Lege aufgreift. Kaum Kakao und keine Sahne in der Creme kritisiert der "Besseresser" die ehemalige Ostmarke.

Schlager-Süßtafel
Da werden nostalgische Kindheitserinnerungen wach. Die Schlager-Süßtafel war trotz ihres niedrigen Kakaogehaltes ein Liebling der DDR-Naschkatzen. Aufgrund des Rohstoffmangels betrug dieser nämlich nur sieben Prozent.

Auch heute gibt es diese Schokolade noch – allerdings mit verändertem Geschmack, denn der Kakaoanteil beträgt heute 32 Prozent.
Schokoriegel Joker und Fetzer
In der DDR gab es einige Schokoriegel, die für kleine Genussmomente sorgten. Dazu gehörten Joker und Fetzer. Beide kosteten eine Mark und waren so im Konsum oder der Kaufhalle für Kinder und Jugendliche einigermaßen erschwinglich.
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Joker lag zusammen mit Riegeln wie Mobil oder Tramp im Süßwarenregal. Der Riegel war schlicht, süß und hatte eine weiche Füllung. Mit viel gutem Willen war eine Ähnlichkeit mit dem heute noch gut bekannten Snickers erkennbar.
Fetzer blieb vielen hauptsächlich wegen seines markanten Namens im Gedächtnis. Für viele war der Riegel die Schokolade nach der Schule oder im Pionierlager. Das in Ansätzen erahnbare westliche Pendant war Milky Way.
Heute ist Joker vom Markt verschwunden. Fetzer wurde noch eine Zeit lang von der Firma Goldeck Süßwaren unter dem Namen Zetti Fetzer in Zeitz hergestellt, wird inzwischen jedoch ebenfalls nicht mehr angeboten.