Magdeburg l Schatzsuche und Schnitzeljagd sind die Renner auf jedem Kindergeburtstag. Warum das nicht nutzen und die lieben kleinen oder erst recht großen Kinder, die in der Stube hocken, whatsappen und „Freunde“ via Facebook im Netz treffen oder mit der Playstation daddeln, mit dem Handy hinaus ins Freie locken? Geocaching ist das Zauberwort und das perfekte Landschaftsspiel für die Familie.

Geo... was?! Geocaching ist eine Art digitale Schnitzeljagd. Statt einer Schatzkarte nutzen Geocacher das Internet, in dem die Koordinaten für unzählige „Caches“ (englisch für „geheimes Lager“ ) verzeichnet sind und spüren ihr Ziel mit einem GPS-Gerät oder Smartphone auf. Beim Geocaching kommen alle auf ihre Kosten, von der Familie bis zum Freeclimber, weil es diverse Schwierigkeitsgrade und Varianten gibt. Zum Beispiel auch „Mystery Caches“ mit kniffeligen Rätseln.

Zum Geocaching gehören einige Regeln

Ein Geocache ist ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie häufig auch verschiedene kleine Tauschgegenstände (Schätze) befinden. Der Besucher kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Behälter wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde.

Der Fund kann im Internet im dazugehörigen Portal notiert und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt werden. Wesentlich beim gesamten Such- und Tauschvorgang ist, dass von anderen anwesenden Personen (sogenannten „Muggles“) das Vorhaben nicht erkannt wird und so der Geocache uneingeweihten Personen verborgen bleibt.

Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Wer sich am Anfang nicht gleich auf schwierige Rätsel oder winzige Schätze stürzt, wird schnell Erfolg haben. Auch hier gilt: Übung macht den Meister – man sollte sich nicht entmutigen lassen, wenn mal ein Cache nicht gefunden wird. Auch eine „normale“ Schatzsuche ist nicht immer erfolgreich.

Auch wichtig: Geocaching funktioniert nur, wenn man sich an die Regeln hält. Heißt, keine Caches mit nach Hause nehmen, keine Gegenstände herausnehmen, wenn es nicht gefordert wird, Schätze gleich wieder am Fundort verstecken und Örtlichkeiten in „freier Wildbahn“ beachten.

3500 Caches in Magdeburger Umgebung

Also Sperrgebiete respektieren, kein Privatgelände betreten, keinen Müll hinterlassen oder keine Wildtiere stören!

Das alles berücksichtigt, wird Geocaching mit Kindern zu einer spannenden und viel gesünderen Alternative zum „Spaziergang“ in der digitalen Welt. Fast jede Region ist mit Geocaches abgedeckt. Allein in der Nähe von Magdeburg sind über 3500 versteckt. Um auf digitale Schatzsuche zu gehen, braucht es bei einem Anfänger nicht viel: Ein tragbares GPS-Gerät oder ein Smartphone mit einer der Geocaching-Apps, je nach Anbieter einen Account. Dazu einen Bleistift oder Kugelschreiber, um die Caches zu „loggen“, wetterfeste Kleidung, Wasser und Proviant sowie kleine Tauschgegenstände (je nach Cache, etwa Figürchen aus Überraschungseiern oder Ähnliches). Bei Caches, bei denen es Rätsel oder Rechenaufgaben zu lösen gilt, ist ein Notizbuch sinnvoll. Und schon kann die spannende Schatzsuche für Groß und Klein beginnen!