Magdeburg (dpa) l Europa sollte aus Sicht von Sachsen-Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert mehr für den Klimaschutz tun. Nötig sei eine Reform des Emissionshandels, die Umsetzung der Energiewende und Förderinstrumente mehr auf Klimaschutzaspekte auszurichten, sagte die Grünen-Politikerin am Freitag im Magdeburger Landtag. "Wir sind die erste Generation, die die Klimakrise richtig spürt, und die letzte, die sie noch verhindern kann." Damit das gelinge, brauche es ein starkes Europa, sagte Dalbert.

Bereits jetzt sei europäisches Fördergeld in Teilen an Klimaschutz-Auflagen geknüpft. Dalbert verwies für Sachsen-Anhalt unter anderem auf ein Programm, mit dem Unternehmen bei Maßnahmen für mehr Energieeffizienz unterstützt werden. Bislang seien so 13.800 Tonnen Kohlendioxid eingespart worden. Durch den geförderten Umbau von Wäldern zu Mischwäldern könnten diese jährlich mehr als 300.000 Tonnen CO2 zusätzlich speichern.

Mit einem eigenen Landesprogramm setze Sachsen-Anhalt auf den Ausbau der Photovoltaik-Technik, sagte Dalbert. Bis 2020 ließen sich durch zusätzliche solcher Anlagen auf den Dächern rund 125.000 Tonnen CO2 einsparen. Von der Bundesregierung forderte die Umweltministerin, mehr Geld für den Klimaschutz in die Hand zu nehmen. "Das bisherige Nichtstun der Bundesregierung wird sich finanziell noch schmerzlich bemerkbar machen."