Festwochenende zu 750 Jahre Dom zu Halle

Der Dom in Halle hat eine wechselvolle und spannende Geschichte. Mit einem langen Festwochenende wird ihr nun gedacht. Dabei gibt es manche Entdeckung zu machen - etwa ein Gemälde des Bauhauskünstlers Lyonel Feininger.

Von dpa
Innenansicht mit Blickrichtung zum Altar des Dom zu Halle.
Innenansicht mit Blickrichtung zum Altar des Dom zu Halle. Johannes Stein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Halle - Mit einem langen Festwochenende wird in Halle das Jubiläum 750 Jahre Dom zu Halle begangen. Angesichts der Corona-Pandemie gibt es von Donnerstag an (21.00 Uhr) bis Sonntag eine Mischung aus digitalen Veranstaltungen und Präsenzveranstaltungen mit Abstands- und Hygieneregeln, wie die Organisatoren mitteilten. Dazu gehören ein Festakt, Ausstellungen, Lichtinstallationen, Konzerte und Vorträge.

Das imposante Bauwerk mit Rundgiebeln erlangte in der Kunstszene weltweite Berühmtheit. Der Bauhauskünstler Lyonel Feininger (1871-1956) malte den Dom zu Halle als Teil seines elf Werke umfassenden Zyklus mit Motiven der Stadt. Nach Angaben einer Sprecherin des Kunstmuseums Moritzburg in Halle gehört das Gemälde zu den drei Werken, die das Museum im Bestand hat.

An dem langen Festwochenende zeigen junge Künstler der Kunsthochschule Halle ihre Sicht auf den Dom und seine Geschichte. Zudem öffnet am 1. Juli eine Ausstellung unter dem Motto „Auf Augenhöhe“ (bis 15. August) mit großformatigen Bildern von Apostel-Figuren des Fotografen Eberhard Zwicker. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Moritzburg.

Ursprünglich wurde der heutige Bau nach Angaben von Historikern als Klosterkirche errichtet, dann ließ der Erzbischof von Magdeburg, Kardinal Albrecht von Brandenburg, das Gebäude im 16. Jahrhundert umbauen. In seiner Residenz in Halle sammelte er Tausende Reliquien, wurde für seine Kunstschätze bekannt. Kardinal Albrecht galt als einer der schärfsten Widersacher von Martin Luther (1483-1546). Der Mönch aus Wittenberg leitete mit seinem Thesenanschlag an die Schlosskirche am 31. Oktober 1517 weltweit die Reformation in Kirche und Gesellschaft ein. Kritiker sprechen von einer Spaltung.