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Rechten-AufmarschFingierte Absage für Demo in Magdeburg

Die für Sonnabend in Magdeburg angekündigte Rechten-Demonstration soll doch stattfinden.

Von Matthias Fricke 07.04.2016, 12:48

Magdeburg l Die Polizeidirektion Nord hat am Donnerstagvormittag für die am Sonnabend geplante Rechten-Demo des Vereins „Gemeinsam-Stark Deutschland" (GSD) zwischenzeitlich Entwarnung geben.  Eine fingierte telefonische Absage in der Versammlungsbehörde sorgte dafür. „Das waren Aussagen mit Detailkenntnissen", sagte am Nachmittag eine Polizeisprecherin. Deshalb hielt man den Anruf auch für echt. Ein Rückruf bei den Anmeldern ergab dann aber, dass die Demo wie angemeldet zwischen 14 und 20 Uhr auf dem Domplatz mit einem Aufmarsch über die Otto-von Guericke-Straße bis zur Danzstraße stattfinden soll.

Erwartet werden von dem Magdeburger Ableger des GSD, ein der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten" naher Verein, etwa 1000 bis 1500 Teilnehmer.  Die Polizei hält etwa 500 für realistisch. Angemeldet sind inzwischen auch zwei Gegendemonstrationen in der Innenstadt.

Die Rechten-Demo des Vereins „Gemeinsam-Stark Deutschland" (GSD) und die beiden Gegenproteste sollen am Sonnabend in Magdeburg von neun Hundertschaften aus mehreren Bundesländern abgesichert werden. Auch eine Pferdestaffel sowie Wasserwerfer sind angefordert. Das bestätigte am Donnerstag der Polizei-Einsatzleiter Tom-Oliver Langhans.

Wie viele Teilnehmer am Ende kommen, sei schwer abzuschätzen. Es gebe aber Reiseanmeldungen aus Nordrhein-Westfalen, Bremen, Bayern und Berlin. Bisher gab es erst zwei solcher Demonstration des GSD. Sowohl der Aufmarsch in Erfurt (Thüringen) als auch der in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) blieben weit unter den Erwartungen. Die Anmelder waren dort von 3000 Teilnehmern ausgegangen, am Ende waren es 500. In Erfurt waren es nur 280 Teilnehmer.

Der „HoGeSa"-Ableger, der auch Schnittmengen zur rechten Szene und „Magida" haben soll, will in Magdeburg von 14 bis 20 Uhr auf dem Domplatz demonstrieren. Anschließend ist ein Aufmarsch vom Domplatz über den Hasselbachplatz, die Otto-von-Guericke-Straße, Danzstraße zurück zum Domplatz geplant.