Magdeburg | Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) schließt nicht aus, dass die Linke wegen der Flüchtlingskrise bei den anstehenden Landtagswahlen Wähler verliert. „Die Gefahr ist durchaus da", sagte er im Volksstimme-Interview. „Ich werde eine Veranstaltung nicht vergessen, wo Leute aus unserer Anhängerschaft zu mir kamen, und sagten: Deine Rede war gut, aber dass mit den Ausländern hättest Du weglassen sollen", erzählt Ramelow. „Doch Fremdenfeindlichkeit ist ein zu hoher, ein zu gefährlicher Preis, um Wähler zu binden." Es brauche nicht noch eine weitere Partei, die der Asylrechtsverschärfung das Wort redet. „Die Linke muss laut und deutlich über Zuwanderung und Flüchtlingsintegration reden."

In Sachsen-Anhalt wird am 13. März 2016 ein neuer Landtag gewählt.