Magdeburg l Jede Region in Sachsen-Anhalt hat etwas zu bieten, was sich zu besuchen lohnt. Und vieles ist auch ein beliebtes Fotomotiv auf der Plattform Instagram. In unserer Übersicht lassen sich vielleicht schon die ersten Ziele finden, die sich als Fotokulisse eignen und nebenbei auch von Sagen, Mystik und Geschichte erzählen.

Teufelsmauer in Thale

Wenn man den Wanderwegen zur Teufelsmauer folgt, gelangt man an die ersten Felskonstellationen. Stellt man sich dann etwas schräg von den Felsen in Richtung Sonne und geht man dann noch leicht in die Hocke, wirken die Felsen auf den Fotos gleich viel größer und erhabener. Die beste Zeit zum Abdrücken ist, kurz bevor die Sonne verschwindet, denn dann werden die Felsen in abendliches Gold oder auch mal Rot getaucht und es entsteht eine mystische Atmosphäre.

Denn über die Teufelsmauer kursiert eine teuflische Sage - eine Wette zwischen dem Teufel und Gott. Der Teufel wollte sein eigenes Gebiet im Harz bekommen. Gott sagte ihm, dass er dafür eine Mauer bauen muss, die bis zum ersten Hahnenkrähen fertig sein muss. Kurz bevor der Teufel in der Nacht die Grenzmauer fertiggestellt hatte, kam eine Bäuerin mit einem Hahn im Korb vorbei.

Ob sie über einen Stein stolperte oder sich vor dem Angesicht des Teufels erschreckte, ist von Erzählung zu Erzählung unterschiedlich. Jedoch begann der Hahn daraufhin an zu krähen und der Teufel dachte, er habe die Aufgabe nicht rechtzeitig geschafft und zerschlug seine erbaute Mauer wieder. Übrig blieben vereinzelte Felsteile, die heute als die Teufelsmauer bezeichnet werden.

Wasserschloss Flechtingen

Der auffälligste Teil der Burganlage im Landkreis Börde ist wohl der Turm, der auch der höchste Punkt der Anlage ist. Um ihn so richtig in Szene zu setzen, sollten sich Fotografen in der Behnsdorfer Straße am Ufer des Schlossteichs postieren.

Gerade im Sommer, wenn sich die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche spiegeln, können wirklich tolle Fotos eingefangen werden. Doch auch bei zugezogenem Himmel oder Gewitter ist das Schloss einen Schnappschuss wert, wenn alles etwas düster aussieht. Und mit etwas Glück erhascht jemand vielleicht den Augenblick, in dem ein Blitz hinter dem Schloss sichtbar wird.

Seit dem 14. Jahrhundert befand sich die Burganlage, die von allen Seiten von Wasser umgeben ist, im Familienbesitz des Adelsgeschlechts Schenck von Flechtingen. Erst zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der gesamte Besitz der Familie entschädigungslos enteignet.

Seither diente die Anlage als Unterkunft für Geflüchtete und Umquartierte, mehrmals sogar als Altenheim und auch als Unterschlupf für die Nationale Volksarmee. In den 90er Jahren sollte aus dem Gebäude ein Hotel werden, doch das Projekt wurde 2004 aufgrund von Insolvenz aufgegeben. Seither steht das Schloss leer und kann von neugierigen Besuchern jedoch nur von außen besichtigt werden.

Ringheiligtum Pömmelte

Unweit der Kreisgrabenanlage im Salzlandkreis befindet sich ein kleiner Aussichtsturm aus Holz. Von dort oben bekommt man das gesamte Ringheiligtum vor die Linse. Für die Frühaufsteher oder Nachteulen bietet sich auch ein lichtdurchflutetes Motiv an, denn mit etwas Geduld erreicht die Sonne eine Position, in der das Licht durch die Haupteingänge in die Anlage strömt. Im richtigen Winkel zu den roten Holztoren im Ringheiligtum lassen sich so wirklich schöne Fotos zaubern. 

Das Ringheiligtum wird auf das Ende des dritten Jahrtausends vor Christi datiert und war damals ein Kultort. Die dort gefundenen Steinbeile, Trinkgefäße, Tierknochen und sogar Teile von menschlichen Körpern lassen darauf schließen, dass dort einmal Riten, Opfergaben und Bestattungen stattgefunden haben.

 

Ebenfalls gehört das Ringheiligtum Pömmelte zur touristischen Route "Himmelswege". Diese "Himmelswege" verbinden astronomische Zeugnisse und archäologische Funde, die im Süden Sachsen-Anhalts entdeckt wurden.

Arendsee in der Altmark

Der Arendsee im Altmarkkreis Salzwedel lockt in den warmen Sommermonaten viele Badegäste aber auch Fotografen an. Gerade für ein Landschaftsfoto am See eignet sich ein Steg, der in das Wasser führt, am besten. An dem See gibt es dafür mehrere Stellen. Zum Beispiel beim Regattaverein in der Nähe von Schrampe.

Dort liegen am Steg nämlich auch Boote, die noch einmal eine andere Atmosphäre für das Bild schaffen. Wer allerdings ein ruhigeres Foto schießen möchte, kann die Lindenstraße in Richtung Strandbad nehmen. Kurz vor dem Segeler-Club Arendsee durchkreuzt man links ein kleines Waldstück, um dann wieder nach links einem Weg zu folgen.

Nach etwa 100 Metern kommt das nächste Waldstück auf der rechten Seite. Geht man das Waldstück am Rand in Richtung See entlang, sollte auf der linken Seite zwischen den Bäumen schon der Steg sichtbar werden.

Die beste Zeit für ein Foto am See ist, wenn die Sonne hinter dem See auf bzw. unter geht, da entsteht ein tolles Farbenspiel auf dem Wasser. Doch auch bei Nebel ist der See ein gutes Motiv und vor allem wenn der Steg im Nebel fast verschwindet. Diejenigen, die eine Unterwasserkamera haben, sollte auch einen Tauchgang im See unternehmen. 2006 wurde dort nämlich ein ehemaliges Patrouillenboot der Nationalen Volksarmee in etwa 16 Metern Tiefe versenkt.

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Susi (@susidomn) am Mai 31, 2020 um 9:01 PDT