Magdeburg (dpa) l Protest statt Freibad: Rund 200 Schüler sind nach Angaben der Veranstalter in Magdeburg für einen gerechten Klimaschutz auf die Straße gegangen. Sie folgten dem ersten Aufruf der Magdeburger Fridays-for-Future-Bewegung in den Sommerferien. Unter dem Motto "Klimaschutz geht nur sozial!" zog die Demo am Freitagabend vom Nicolaiplatz durch den Stadtteil Neue Neustadt. Laut Polizei verlief der Protestzug zunächst friedlich.

Ökologische und soziale Gerechtigkeit müssten zusammen gedacht werden, hatten die Organisatoren bei Facebook geschrieben. Sie forderten Arbeiter und Erwerbslose dazu auf, sich dem Protest anzuschließen. Die Bewältigung des Klimawandels dürfe nicht allein auf die privaten Haushalte abgewälzt werden, schrieben die Aktivisten in ihrem Aufruf.

Seit Monaten gehen in Deutschland, Europa und weltweit junge Menschen immer freitags unter dem Motto "Fridays for Future" für mehr Klimaschutz auf die Straße. Vorbild ist die Schwedin Greta Thunberg, die ihren Protest zunächst allein vor dem Parlament in Stockholm begann. Die Bewegung hat mit dazu beigetragen, dass das Thema Klimaschutz auf der politischen Agenda vielerorts inzwischen weit oben steht.