Keine neuen EHEC-Fälle / Erzeugerverbände erfassen Verluste

Gemüseabsatz läuft nur schleppend an

Magdeburg (dpa). Die Zahl der EHEC-Erkrankten in Sachsen-Anhalt steigt nicht weiter an. Bis gestern wurden 32 Erkrankungen registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Dies war ein Fall weniger, als am Sonntag gemeldet worden war, da sich ein schwerer Fall doch nicht bestätigt hatte. Sechs der Patienten leiden unter dem besonders schweren Verlauf. Die Lebensmittelkontrolleure versuchen weiter mit Hochdruck, Lieferlisten von Sprossen abzugleichen.

Nach der EHEC-Entwarnung für Tomaten, Gurken und Salat läuft der Absatz von Gemüse in Sachsen-Anhalt schleppend an. Es werde noch eine Weile dauern, bis die Abnahmemengen wieder das Niveau vor der EHEC-Krise erreicht haben, sagte ein Sprecher des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt gestern in Magdeburg. Das sei auch davon abhängig, ob der Verbraucher rasch wieder Vertrauen fasst und der Handel wieder ordert. Bei den Direktvermarktern auf den Wochenmärkten und in den Hofläden habe es wegen der EHEC-Krise keine Probleme gegeben.

Der Bauernverband erfasst derzeit gemeinsam mit dem Gartenbauverband die Betriebe des Landes, die Unterstützung bei der EU-Kommission beantragen wollen. Wegen der Seuche war der Absatz von frischem Gemüse wie Tomaten, Gurken und Salat in den vergangenen Wochen europaweit eingebrochen.

Wirtschaft/Rund um die Welt I