31 kleine Schulen mussten allein 2014 dicht machen, weil sie die zuvor vom damaligen Bildungsminister Stephan Dorgerloh (SPD) eingeführte Mindestschülerzahl von 60 nicht erreichten. Erst der Protest zahlreicher lokaler Initiativen bewirkte die Wende. Damals wurde die Idee von Grundschulverbünden geboren. Der Ansatz: Kleinere Schulen teilen sich mit benachbarten größeren das Personal und können so auch bei geringer Schülerzahl bestehen bleiben.

Mit der Schulgesetzreform hat die Koalition 2018 die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen. Zum neuen Schuljahr können die ersten Schulen das Modell jetzt nutzen, weitere Träger sind interessiert. Das Thema zeigt: Die Kenia-Koalition kann liefern. Angesichts der Demografie gerade auf dem Land dürfte der Grundschulverbund in den nächsten Jahren noch für viele Gemeinden zur Option werden.