Haseloff zu Koalitionsbildung: „Keine Wackelpartie“

Von dpa
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und seine Ehefrau Gabriele.
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und seine Ehefrau Gabriele. Bernd Von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) – - Nach dem deutlichen Wahlsieg der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt strebt Ministerpräsident Reiner Haseloff vor allem nach einer stabilen Koalition. „Wir wollen keine Wackelpartie“, sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Das Wahlergebnis zeige, dass die Menschen auf eine stabile Regierung in der Mitte setzten, sagte Haseloff. Man werde Angebote „in alle Richtungen machen, die sich für uns demokratisch anbieten“. Dann werde die CDU in Sachsen-Anhalt eigenverantwortlich entscheiden, mit welcher Partei es die größte Schnittmenge gebe.

Die CDU hatte die Landtagswahl deutlich für sich entschieden. Die AfD behauptete sich am Sonntagabend nach dem vorläufigen Ergebnis trotz leichter Verluste als zweitstärkste Kraft. Die Grünen profitierten nicht von ihrem Höhenflug auf Bundesebene und legten nur leicht zu. SPD und Linke rutschten auf neue Tiefstände ab. Die FDP kehrte nach zehn Jahren in den Landtag zurück. Haseloff hat nun mehrere Regierungsoptionen: Möglich wären eine Dreierkoalition oder ganz knapp auch ein schwarz-rotes Zweierbündnis.

Die Landtagswahl wertete Haseloff als wichtiges Signal für die Union im Bundestagswahlkampf. Das gute Wahlergebnis sei auf die Geschlossenheit der gesamten Union zurückzuführen, sagte der CDU-Politiker. „Wenn die Union geschlossen ist, dann ist sie faktisch nicht schlagbar. Und dann wird sie auch den nächsten Kanzler stellen.“