Wahlen

Haseloff zu Regierungsbildung: Personalfragen zweitrangig

Von dpa 29.09.2021, 16:40 • Aktualisiert: 30.09.2021, 22:03
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Halle - Aus Sicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sollten nach der Bundestagswahl die Personalfragen einer künftigen Regierung nicht im Mittelpunkt stehen. Wenn man ernsthaft Politik betreiben wolle, sollten die Personaldinge erst dann aufgerufen werden, wenn klar sei, wer inhaltlich zusammengehen wolle, sagte Haseloff am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Halle auf die Frage, ob CDU-Chef Armin Laschet eine künftige Koalition führen sollte. Wenn diese Reihung nicht einhalten werde, bringe das Deutschland nicht weiter, so Haseloff, der auch Präsidiumsmitglied des CDU-Bundesvorstands ist.

Das Wahlergebnis lasse viele Möglichkeiten für die Zusammensetzung der künftigen Regierung offen, sagte der CDU-Politiker. „Keine der demokratischen Parteien der Mitte soll sich solchen Gesprächen verweigern.“ Es gebe eine staatspolitische Verantwortung, dass alle miteinander sprechen, um das Optimum für Deutschland, für Europa und darüber hinaus rauszuholen, so Haseloff weiter. Es gebe so viele Probleme zu lösen, dass die Projekte, auf die man sich einigen könne, im Mittelpunkt stehen sollten. „Ideologien können wir uns nicht mehr leisten an dieser Stelle.“