Bundeswehr Hitlergrüße und rechtsextreme Aussagen in Sachsen-Anhalt: Vier Soldaten entlassen
Die Bundeswehr hat nach rechtsextremen Vorfällen in Sachsen-Anhalt mehrere Soldaten entlassen. Das zeigt eine Statistik des Bundesministeriums der Verteidigung für das Jahr 2023.

Magdeburg - Die Bundeswehr hat nach rechtsextremen Vorfällen im Jahr 2023 in Sachsen-Anhalt vier Soldaten entlassen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Linke-Abgeordneten hervor.
So wurde laut der Statistik des Bundesministeriums der Verteidigung ein Soldat entlassen, der bei einer privaten Geburtstagsfeier in Weißenfels den Hitlergruß gezeigt haben soll. Ebenfalls in Weißenfels soll ein Soldat rassistische Aussagen getätigt haben und daraufhin entlassen worden sein.
Soldat stört mit Hitlergruß Stubenkameraden bei Videocall
In Gardelegen bekundete ein Soldat auf Facebook Sympathien für die NPD und nahm an Demonstrationen der Partei teil. Er wurde entlassen. In Altengrabow störte ein Soldat seinen Stubenkameraden beim Videocall mit seiner Partnerin. „Dies soll seinen Höhepunkt im Zeigen des Hitlergrußes gefunden haben“, heißt es in der Statistik. Der Soldat wurde entlassen.
Weitere Tatorte rechtsextremer Vorfälle von Soldaten waren Wittenberg, Naumburg, Burg und Havelberg. Insgesamt gab es im Bundesland elf Verdachtsfälle. Bundesweit wurden 62 Soldaten entlassen.
„Die Dunkelziffer wird weit höher sein“, teilte Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag von Sachsen-Anhalt, zu der Statistik mit. Der Handlungsdruck sei hoch. Von rechtsextremen Soldaten gingen „erhebliche Gefahren“ aus.