Der Entwurf für das neue Hochschulgesetz zeugt von einem Mentalitätswandel im Wissenschaftsministerium. Zusammengefasst geben die Änderungen vor allem eine Richtung vor: Die Hochschulen sollen mehr Freiheiten und Mitbestimmungsrechte erhalten. Das Ministerium will sich verstärkt darauf beschränken, als Aufsichtsbehörde zu agieren. Der Schritt ist richtig, weil Sachsen-Anhalts Hochschulen sich in Zeiten des globalen Wettbewerbs um Wissensvorsprünge und die besten Köpfe gegen eine bereits starke (Deutschland, Europa, USA) oder stärker werdende Konkurrenz (etwa China) behaupten müssen.

Wem sonst als den Hochschulen sind dabei kompetente Entscheidungen darüber zuzutrauen, wen sie beschäftigen sollten oder in welchem Forschungsbereich sich eine Ausgründung lohnt? Wenn die Landesregierung hier die Rahmenbedingungen für mehr Gestaltungsraum schafft, könnte sich das letztlich für das ganze Land auszahlen. Etwa durch mehr Arbeitsplätze für Hochqualifizierte.