Salzwedel (dpa) l Wegen sinkender Wasserstände dürfen die Gewässer im Altmarkkreis Salzwedel ab Mitte Juli nicht mehr angezapft werden. Das habe der Landkreis als untere Wasserbehörde entschieden, wie die Verwaltung am Donnerstag mitteilte. Das Verbot gelte zunächst für eine unbestimmte Zeit, sagte eine Sprecherin des Landkreises. Ab dem 11. Juli sei es nicht mehr erlaubt, aus Bächen, Flüssen oder anderen oberirdischen Gewässern das kühle Nass zu holen.

Viele kleinere Gewässer in der Region seien bereits ausgetrocknet, so die Sprecherin. Das könne gefährliche Auswirkungen auf die Natur haben. Pflanzen und Tiere – wie etwa die Bachmuschel – seien bedroht, hieß es. Derzeit liege der Grundwasserstand in der Region rund 50 Zentimeter unter dem langjährigen Mittel. Der größte natürliche See im Land – der Arendsee – sei 35 Zentimeter flacher als üblich. Das bedeute, dass rund 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser fehlten. Grund für die tiefen Wasserstände sind mehrere, längere Trockenperioden seit dem vergangenen Jahr.