Die Kommunen in Sachsen-Anhalt beginnen jetzt mit der Frühjahrsbepflanzung / Auch Springbrunnen sollen wieder sprudeln

Hornveilchen, Tausendschön und Stiefmütterchen gegen Wintergrau

Magdeburg (dapd) l Sachsen-Anhalts Kommunen bereiten sich wieder auf die Frühjahrsbepflanzung vor. Landesweit soll trotz Geldnot eine ähnliche Blumenpracht wie in den vergangenen Jahren gedeihen. Die meisten Städte setzen vor allem auf die klassischen Blumenarten wie Stiefmütterchen, Hornveilchen und Vergissmeinnicht. Zusätzlich wollen die Kommunen pünktlich zum Frühling wieder die Springbrunnen sprudeln lassen.

Allein in Magdeburg werden 101000 Pflanzen in den Boden eingebracht, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Michael Reif. Dabei werde vor allem auf die klassischen Blumenarten zurückgegriffen und mithilfe von Farben Strukturen gesetzt, fügte Reif hinzu. Deswegen würden im Stadtgebiet und auf öffentlichen Plätzen vor allem Hornveilchen, Stiefmütterchen und Tausendschön gepflanzt. Je nach Witterung beginnen die Gärtner voraussichtlich Mitte bis Ende März mit der Bepflanzung. Neben der Blumenpracht werden wohl Ostern 31 Wasserspiele in Betrieb gehen.

Auch Wernigerode, Naumburg und Stendal setzen wie in den vergangenen Jahren auf klassische Pflanzenarten. 900 Stiefmütterchen werden in der Hansestadt Stendal auf öffentlichen Plätzen in den Boden gesetzt, sagte Stadtsprecherin Sandra Slusarek. Im Sommer würden noch zusätzlich Eisbegonien und Geranien gepflanzt. Neben den Blumen soll auch der Springbrunnen der Hansestadt die Einwohner auf den Frühling einstimmen. Zudem werden die im Herbst gesetzten Blumenzwiebeln im Frühling ihre Blütenpracht zeigen.

Blumenpracht in Stadtfarben

In Wernigerode im Harz kommen zum Beispiel 40000 Blumenzwiebeln von Wildtulpen, Narzissen und Krokussen zur Blüte, wie der Sprecher der Stadtverwaltung Andreas Meling sagte. Die roten Wildtulpen und die weißen Krokusse präsentierten dann die Stadtfarben Rot und Weiß. In Naumburg werden neben 10000 Stiefmütterchen in drei verschiedenen Sorten auch noch 4000 Primeln gepflanzt. Außerdem werden die zwölf Springbrunnen der Stadt ab Anfang April wieder sprudeln.

Wittenberg verspricht seinen Bewohnern und Gästen in diesem Frühling eine abwechslungsreiche Bepflanzung. In 168 Balkonkästen der Innenstadt sollen neben den klassischen Stiefmütterchen auch verschiedene Gräser, Euphorbien und Heuchera gepflanzt werden, sagte Götz Kleeblatt, der für die Grünanlagen verantwortlich ist. Im Stadtgebiet werden auf 300 Quadratkilometern zusätzlich 5000 Sommerblumen in die Erde gebracht. Beginnen werde Wittenberg mit der Bepflanzung voraussichtlich Ende März, Anfang April, sagte Kleeblatt. Die Springbrunnen der Lutherstadt würden zum 1. Mai in Betrieb genommen.