Politik

Hüskens nach ersten Koalitionsverhandlungen optimistisch

Die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt läuft auf Hochtouren. CDU, SPD und FDP beraten über eine Koalition.

Von dpa
FDP-Landesvorsitzende Lydia Hüskens hält eine Rede auf dem Landesparteitag der FDP Sachsen-Anhalt.
FDP-Landesvorsitzende Lydia Hüskens hält eine Rede auf dem Landesparteitag der FDP Sachsen-Anhalt. Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Magdeburg - FDP-Chefin Lydia Hüskens hat sich nach der ersten Woche der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, SPD und FDP zuversichtlich gezeigt, dass die drei Parteien sich auf eine Zusammenarbeit einigen können. „Ich bin im Augenblick deutlich optimistischer als am Wahlabend“, sagte Hüskens über die mögliche Zusammenarbeit mit CDU und SPD der Deutschen Presse-Agentur. „Uns eint das Ziel, Politik für Sachsen-Anhalt zu machen und das Land voranzubringen.“ Unmittelbar nach der Wahl hatte sich Hüskens zunächst skeptisch über ein Bündnis mit CDU und SPD geäußert, da beide auch ohne die FDP schon auf eine knappe Mehrheit kämen.

In den Verhandlungsrunden, an denen sie teilgenommen hat, sei ausgesprochen ernsthaft und zielorientiert gearbeitet worden, sagte Hüskens. Sie merke in ihren Arbeitsgruppen, dass es den Teilnehmern nicht um kurzfristige Erfolge für ihre Parteien gehe. Hüskens verhandelt für die FDP unter anderem das Thema Finanzen, das als größter Brocken auf dem Weg zu einer schwarz-rot-gelben Koalition gilt. Bis zum 8. August wollen sich die Parteien auf einen Vertragsentwurf einigen.

Unter anderem die Finanzen, sowie einzelne Fragen in den Bereichen Soziales und Wirtschaft galten als Streitpunkte zwischen den Verhandlungspartnern. „Das sind noch offene Punkte, da haben wir noch einiges zutun, aber auch da merkt man, dass alle drei Parteien an Lösungen interessiert sind und daran, aufeinander zuzugehen“, sagte Hüskens.

Offen ist weiterhin die Frage, wer in der neuen Landesregierung Ministerin oder Minister wird. Hüskens, die auf einem Parteitag am Samstag mit 97 Prozent zur Parteichefin gewählt wurde, gilt als heiße Anwärterin auf einen Kabinettsposten. Äußern wollte sich die 57-Jährige zu ihren eigenen Ambitionen bisher allerdings nicht.