IHK: Wirtschaft im Norden auf dem Weg zurück zur Normalität

Von dpa
IHK-Präsident Klaus Olbricht während einer IHK-Pressekonferenz in Magdeburg.
IHK-Präsident Klaus Olbricht während einer IHK-Pressekonferenz in Magdeburg. Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/archivbild

Magdeburg - Die Wirtschaft im Norden Sachsen-Anhalts normalisiert sich langsam. Der Geschäftsklimaindex, der die aktuelle Stimmungslage widerspiegelt, nähert sich für die Region allmählich den Werten von vor der Krise, wie aus der neuesten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg hervorgeht. „Das ist ein erfreuliches Zeichen für unsere Wirtschaft“, sagte IHK-Präsident Klaus Olbricht am Donnerstag bei der Vorstellung des Berichts in Magdeburg. Insgesamt gaben demnach 42 Prozent der Befragten an, mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden zu sein.

Eine konjunkturelle Trendwende ist das aus Sicht der IHK aber noch nicht. „Wir müssen aus der Entwicklung im vergangenen Jahr zwingend unsere Lehren ziehen“, sagte Olbricht. Auch im vergangenen Jahr schien sich die Lage im Sommer zu beruhigen und die Krise schien überstanden. „Das dies nicht der Fall war, wissen wir alle nur zu gut.“

Beim Blick in die Zukunft sind die befragten Unternehmen noch zurückhaltend. Viele sind den Angaben zufolge, was die Dauer und Stabilität des Aufwärtstrends betrifft, skeptisch. Bis auf die Dienstleistungsbranche seien die Erwartungen eher pessimistisch.

Viele Unternehmen seien in den vergangenen Monaten an ihre Grenzen gestoßen, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang März. Von der Politik forderte er Taten und Verlässlichkeit. Die Wirtschaft sei darauf angewiesen, dass Sachsen-Anhalt krisenfester aufgestellt werde und dass trotz Corona weiter gewirtschaftet werden könne. Ein weiterer Lockdown würde alle bisherigen Leistungen mit einem Schlag zunichtemachen, sagte März weiter.