Burg l In einer schriftlichen Stellungnahme hat Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) am Dienstag Vorwürfe zurückgewiesen, die ihn in Zusammenhang mit einem Sexchat mit einer Minderjährigen gebracht haben. Er habe Weihnachten durch einen Bekannten erfahren, „dass ein Instagram-Account, den ich selber nicht erstellt hatte, im Internet einsehbar war", erklärte der 51-Jährige. Dieser Account habe suggeriert, „dass er von mir stammt. Dies führte dazu, dass ich sämtliche Social-Media-Aktivitäten gelöscht habe." Er habe bei der Polizei Anzeige erstattet.

Im Rahmen der Ermittlungen durch die Polizei wurde an diese eine Anfrage gestellt, betreffend einen Link zu einem Telegraf-Chat. Rehbaum teilte dazu mit: „Dieser Chat war mir bis dahin vollkommen unbekannt und wurde mir erst im Gespräch mit der Polizei durch diese vorgelegt. Im Vorfeld hatten bereits Dritte von solch einer Existenz berichtet. Ich selber habe weder bei Telegraf oder Telegramm einen Account, geschweige denn, dass ich dort mit Personen chatte. Zu keinem Zeitpunkt habe ich an diesem Chat mitgewirkt."

Und: „Der Chat, der mir bei der Polizei gezeigt wurde, zeigt unter anderem eine Person, die ich weder kenne noch zu ihr Kontakt aufgenommen habe. Dieser Chat ist komplett ohne mein Wissen erstellt worden. Er ist gefälscht und dient hier ausschließlich dem Sinn und Zweck, mich zu kompromittieren beziehungsweise gegebenenfalls zu erpressen."

Durch die Polizei sei ihm mitgeteilt worden, und zwar mit Vorlage des Telegramm-Chats, „dass ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet wird. Da ich den Chat tatsächlich weder kannte, noch an ihm mitgewirkt habe, kann ich versichern, dass ich mir keinerlei strafbares Verhalten aufgrund dieses Chats vorzuwerfen habe."

Nach Rücksprache mit seinen Anwälten und aufgrund laufenden Ermittlungen sowohl gegen sich als auch insbesondere gegen die unbekannten Urheber des Chat-Verlaufs werde er bis auf Weiteres keine weiteren Fragen beantworten, erklärte Rehbaum.