Magdeburg l Ein 54 Jahre alter Mann muss sich ab Dienstag vor der Schwurgerichtskammer am Landgericht Magdeburg wegen Totschlags verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 16. Juni 2018 im Schönebeck (Salzlandkreis) seine Ehefrau bei einem Streit dermaßen massiv geschlagen zu haben, dass sie aufgrund der Kopfverletzungen gestorben war.

Der Angeklagte, der in Untersuchungshaft sitzt, hat im Ermittlungsverfahren bestritten, seine Ehefrau getötet zu haben.

Da die 54-Jährige schon länger unter einer Krankheit gelitten hatte, war zunächst auch ihr gesundheitlicher Zustand als Grund für den Tod vermutet worden. Nach Obduktion der Leiche war die Todesursache zunächst weiter unklar. Die 54-Jährige sei zwar an Verletzungen gestorben, hieß es damals. Allerdings bleibe nach der rechtsmedizinischen Untersuchung offen, ob sich die 54-Jährige bei einem Sturz oder einer strafbaren Handlung verletzte.

Der zwischenzeitlich festgenommene Ehemann der Toten war für kurze Zeit wieder freigelassen worden.

Freiheitsstrafe möglich

Wird dem Angeklagten Totschlag nachgewiesen, muss er mit einer Freiheitsstrafe zwischen fünf und 15 Jahren rechnen.