Magdeburg l Sachsen-Anhalts CDU-Parteivize Marco Tullner hat sich im Bereich der Kommunalpolitik für eine „punktuelle Zusammenarbeit“ mit der AfD ausgesprochen. Vor Ort gehe es um Themen wie Straßenerneuerungen oder Kita-Beiträge. „Vernünftige Anträge der AfD werden wir nicht ablehnen“, sagte er am Sonntag der Volksstimme. „Es versteht doch kein Mensch, wenn nur wir um des Ablehnens willen sachorientierte Vorschläge der AfD nicht mittragen.“ Zugleich bekräftigte Tullner, es werde auch im Kommunalen „keine institutionelle Zusammenarbeit“ und keine gemeinsamen Anträge mit der AfD geben.

Tullner ist Bildungsminister in Sachsen-Anhalt. Am Wochenende wurde er mit 45 von 49 Stimmen als CDU-Kreisvorsitzender in Halle wiedergewählt. Zuletzt war bekanntgeworden, dass im Gemeinderat von Eilsleben (Börde) die örtliche CDU eine gemeinsame Fraktion mit einem Rechtsextremisten gebildet hatte. Diese wurde beendet, nachdem Journalisten dies öffentlich gemacht hatten.