Mehr als 20 Orte in Sachsen-Anhalt wurden von der Polizei als gefährlich eingestuft. Sind das nun No-Go-Areas, die man besser meiden sollte? Jein! Natürlich sind der Hasselbachplatz in Magdeburg oder der hallesche Riebeckplatz Kriminalitätsschwerpunkte mit Hunderten Straftaten jedes Jahr, darunter Gewalt und Raub. Vor allem in den Abendstunden oder nachts sollte man vielleicht nicht allein dort entlangspazieren.

Aber gerade die „gefährlichen Orte“ in den Kleinstädten sind genau das nicht wirklich: gefährlich. Die Einstufung hilft der Polizei jedoch, besser gegen Kriminelle vorzugehen. So sieht es das Polizeigesetz vor. Identitätskontrollen und Videoüberwachung lassen sich für „gefährliche Orte“ einfach umsetzen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die Behörden.

Ob diese Maßnahmen auch helfen, steht auf einem anderen Blatt. Mit Polizeipräsenz allein wird man beispielsweise dem Drogenhandel in Fußgängerzonen kaum Herr werden.