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manchmal merkt man an den absurdesten Kleinigkeiten, wie viel Zeit man eigentlich mit einem Menschen verbringt. Nicht an den großen Momenten, nicht an tiefen Gesprächen oder gemeinsamen Projekten – nein, an Dingen wie… Geräuschen.
Viele kennen dieses Familienklischee: Man erkennt, wer die Treppe herunterkommt, ohne hinzusehen. Ich konnte als Kind genau unterscheiden, ob meine Mutter mit ihrem schnellen, entschlossenen Schritt kam oder eine meiner Schwestern, die eher hüpfend als laufend unterwegs war. Das war so selbstverständlich, dass ich nie darüber nachgedacht habe.
Bis ich neulich in unserem Großraumbüro saß und plötzlich feststellte: Dieses Phänomen hört nicht bei der Familie auf. Offenbar erweitert sich der innere Geräuschkatalog einfach mit den Menschen, mit denen man täglich zusammenarbeitet.
Denn ich erkenne meine Kollegin inzwischen, bevor ich sie überhaupt sehe. Nicht an ihren Schritten – sondern an ihrem Schlüsselbund. Irgendetwas an diesem Ding ist unverwechselbar. Vielleicht die Menge an Schlüsseln, vielleicht die Art, wie sie ihn schwingt, vielleicht ein einzelner Anhänger, der ein besonders ambitioniertes Eigenleben führt. Ich weiß es nicht. Aber ich höre sie.
Und jedes Mal muss ich ein bisschen schmunzeln. Weil es so ein leises, fast heimliches Zeichen dafür ist, wie liebevoll sich Menschen in unseren Alltag einnisten – ganz ohne dass wir es merken.
Liebe Grüße,
Romy Bergmann
Das bringt der Mittwoch:
Familie: Jeden Mittwoch von 9 bis 11 Uhr findet im Familienhaus im Park, Hohepfortestr. 14, der Handarbeitszirkel für alle Generationen statt. Hier können Sie in geselliger Runde gemeinsam stricken, häkeln, sticken oder sich einem Handarbeits-Thema ihrer Wahl widmen. Material ist bitte mitzubringen. Das Angebot ist öffentlich und kostenfrei.
Ausstellung: Die Hochschulbibliothek am Standort Magdeburg zeigt vom 4. Februar bis 25. Februar und in der Hochschulbibliothek in Stendal ab dem 03. März bis 31. März 2026 die Plakat-Ausstellung „Gesichter des Friedens“ von Pro Peace. Diese stellt zwölf Menschen vor, die sich für Frieden einsetzen – alle auf ihre eigene Art und Weise. Sie alle verbindet, dass das Wort „Krieg“ für sie kein abstrakter Begriff ist. Sie haben ihn selbst erlebt. Viele mussten sogar aus ihren Heimatländern fliehen. Aus diesen persönlichen Erfahrungen heraus setzen sie sich heute für Frieden ein.
Lebensmittel retten: Der Verein „AllesRetter“ öffnet heute gleich zwei Ausgabestellen. Ab 12.30 Uhr gibt es in der „Kirche.MittenDrin“ in der Arndtstraße 56 kostenlos gerettete Lebensmittel, die zuvor in verschiedenen Märkten gesammelt wurden. Ab 16.30 Uhr folgt die zweite Ausgabe im Allianz-Gebäude an der Halberstädter Straße 42 (Hintereingang).