Magdeburg l Insgesamt hat es bei den Sexualstraftaten in den ersten drei Quartalen 2015 keinen Anstieg durch den Zuzug von Flüchtlingen gegeben. Das hat eine kleine Anfrage der Grünen ans Innenministerium Sachsen-Anhalt ergeben. Demnach war der Anteil der Sexualstraftaten an der Gesamtkriminalität im Vergleich zum Vorjahr sogar um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent rückläufig.

Insgesamt wurden 1072 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erfasst, davon wurden 56 von ausländischen Staatsbürgern begangenen. Außerdem wurden 119 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung registriert. Davon wurden 13 von Ausländern begangenen. Insgesamt wurden auch 328 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern ermittelt. In zehn Fällen gelten ausländische Staatsbürger als Tatverdächtige. „Gerüchte, Ausländer begehen besonders viele Sexualdelikte, entbehren jeglicher Grundlage“, kommentierte der Grünen-Abgeordnete Sebastian Striegel die Statistik.