Magdeburg (dpa) l Die Landeshilfen für die schwer angeschlagene Norddeutsche Landesbank (NordLB) beschäftigen erneut die Finanzexperten des Magdeburger Landtags. Bei ihrer Sitzung am Mittwoch diskutieren die Abgeordneten, welche Unterstützung aus Sachsen-Anhalt bei der Rettung der NordLB in Frage kommt. Eine Entscheidung für eine Option soll es noch nicht geben. Bis Anfang April müssen laut Finanzminister André Schröder (CDU) die nötigen Beschlüsse fallen. Die NordLB braucht nach Milliardenverlusten mit Schiffskrediten und höheren Anforderungen der Aufsicht dringend 3,5 Milliarden Euro. Seit Wochen wird um eine Lösung gerungen.

Den größten Anteil an der Landesbank hält Niedersachsen, auch zahlreiche Sparkassen sind beteiligt. All diese Akteure sind zur Rettung der NordLB bereit und haben hohe Summen zugesagt. Sachsen-Anhalt hält knapp 6 Prozent an der Bank und müsste nach jetzigen Planungen für 198 Millionen Euro einstehen. Scheitert die Rettung, droht die Abwicklung der Bank. In diesem Fall fürchten vor allem die Sparkassen um ihr Geschäftsmodell. Bei einer Sondersitzung der Finanzpolitiker vor einer Woche hatte Schröder verschiedene Optionen vorgestellt, die von Bürgschaften bis zu Krediten reichen.

Mittlerweile hat sich Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers zur Causa geäußert und dabei Optimismus verbreitet. "Wir sind mit dem DSGV dabei, ein tragfähiges Modell zu entwickeln – da sind wir in der Schlussphase", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das Rettungsmodell für die Sanierung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) geht in die Feinabstimmung. Die Gespräche mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) stehen laut niedersächsischem Finanzministerium vor dem Abschluss.Derzeit arbeite man noch am künftigen Geschäftsmodell und den nötigen Genehmigungen.